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Naturschützer sehen Kompromiss | BR24

© pa/dpa

Straßenschild Frankenschnellweg

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    Naturschützer sehen Kompromiss

    Die Einigung über einen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg scheint voranzukommen. Nach seiner Kritik sieht der Bund Naturschutz Kompromisse beim Tempolimit und dem Lkw-Transitverbot. Von Michael Reiner

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    Die Stadt Nürnberg ist bereit, auf zentrale Forderungen wie ein Tempolimit und ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen einzugehen. Das sagte Otto Heimbucher, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz (BN) in Nürnberg, dem Bayerischen Rundfunk: Man sei auf einem "erfolgsversprechenden Weg".

    Der BN hatte gegen das Bauprojekt geklagt. Über die Klage wird der Europäische Gerichtshof voraussichtlich Ende des Jahres entscheiden. Der Baubeginn für das rund 500 Millionen Euro teure Projekt liegt deswegen seit mehr als zwei Jahren auf Eis. Der Bund Naturschutz will verhindern, dass der kreuzungsfreie Frankenschnellweg zu einer Transitstrecke für den Schwerverkehr werde.

    "Es ist entscheidend, dass die Belastungen der Anwohner durch Abgas, Lärm und Staub deutlich gesenkt werden." Otto Heimbucher, Nürnberger BN-Kreisvorsitzender

    Wird die Klage zurückgezogen?

    In einer weiteren Gesprächsrunde Mitte Juli solle nun ein tragfähiger Kompromiss verhandelt werden. "Über diesen werden dann unsere Mitglieder abstimmen", sagte Heimbucher.

    Ob der BN die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof bei einem Votum für den Ausbau jedoch zurückzieht, ist noch offen. Denn geklagt hat der Landesverband.

    "Wir müssen sehen, ob das Gesamtpaket ausreicht. Außerdem muss das bayerische Verkehrsministerium mit ins Boot, denn das ist für das Lkw-Transitverbot und die Geschwindigkeitsbeschränkungen zuständig." Richard Mergner, BN-Landbeauftragter, im Interview mit dem BR

    Stadt ist skeptisch

    Die Stadt Nürnberg wollte sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern.

    "Wir haben noch kein Ergebnis und ich kenne auch keinen Zwischenstand der Diskussion beim Bund Naturschutz" Christian Vogel (SPD), Nürnberger Bürgermeister

    Entscheidend sei nun die nächste Verhandlungsrunde. Und dann muss noch der Stadtrat zustimmen. Heimbuchers Optimismus, dass es im Herbst bereits eine Einigung gebe, wollte Bürgermeister Vogel im Gespräch mit dem BR nicht teilen.

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    Autor
    • Judith Dauwalter
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