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Naturschützer klagen gegen Kanuverleih auf der Wiesent | BR24

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Seit Jahren gibt es einen Streit zwischen Kanuverleihern und Naturschützern in der Fränkischen Schweiz.

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Naturschützer klagen gegen Kanuverleih auf der Wiesent

Seit Jahren streiten Kanuverleiher und Naturschützer in der Fränkischen Schweiz. Nun hat der Bund Naturschutz Klage eingereicht. Konkret wehren sich die Naturschützer gegen die Schiffahrtsgenehmigung auf dem Fluss Wiesent.

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Seltene Vögel – wie etwa der Eisvogel oder der Zwergtaucher – werden durch die vielen Bootfahrer auf der Wiesent in der Fränkischen Schweiz während der Brutzeit gestört. Deshalb hat der Bund Naturschutz nun am Verwaltungsgericht in Bayreuth Klage eingereicht. Das bestätigte Tom Konopka vom Bund Naturschutz auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks.

Forderung nach Verträglichkeitsprüfung

Die Naturschützer wehren sich gegen die Schifffahrt-Genehmigung des Landratsamtes Forchheim für drei ortsansässige Kanuverleiher. Die Kanuverleiher an der Wiesent seien nach Auffassung der Naturschützer dazu verpflichtet, eine sogenannte Verträglichkeitsprüfung vorzulegen. Erst dann könne das Landratsamt eine Schifffahrt-Genehmigung ausstellen. Bereits vor neun Jahren haben die Naturschützer solch eine Prüfung eingefordert, so Konopka weiter.

Ziel: Schifffahrt-Genehmigung verschieben

Die Bootsverleiher machen 80 Prozent des Betriebs auf der Wiesent aus. Individual-Paddler und Einzeltouristen seien von der Klage aber nicht betroffen, so Tom Konopka. Das Ziel des Bund Naturschutzes: Die Erteilung der Schifffahrtsgenehmigung erst ab Mitte Juni. Dann sei das Brüten beispielsweise vom Eisvogel abgeschlossen. Derzeit dürfen Boote – unter bestimmten Auflagen – bereits ab dem 1. Mai auf der Wiesent fahren.