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Naturschutzgebiet am Riedberger Horn bekommt höchste Schutzzone | BR24

© Bayerischer Rundfunk

In Zukunft gehört das Riedberger Horn im Alpenplan wieder zur höchsten Schutzzone

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Naturschutzgebiet am Riedberger Horn bekommt höchste Schutzzone

Der Alpenplan wird so verändert, dass das Riedberger Horn im Alpenplan wieder zur höchsten Schutzzone erklärt wird, das hat das bayerische Kabinett beschlossen. Der Streit um die geplante Skischaukel hat letztendlich zu diesem Beschluss geführt.

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Schon im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern steht, dass das Riedberger Horn künftig wieder besser geschützt werden soll - heute hat das Kabinett diesen Beschluss umgesetzt.

Das Riedberger Horn und die Skischaukel

Der Hintergrund: Als er noch Bayerischer Ministerpräsident war, hat Horst Seehofer den Alpenplan dahingehend verändert, dass ein neuer Skilift am Riedberger Horn möglich gewesen wäre. Sein Ziel war es, eine Skischaukel, zu bauen, also eine Verbindung zwischen den Skigebieten der Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein.

Wut über die Alpenplanänderung am Riedberger Horn

Seehofer hat damit aber heftige Proteste ausgelöst. So haben zum Beispiel Umweltverbände gegen die Alpenplan-Änderung geklagt. Sie hatten ein Gutachten erstellen lassen, dass zu dem Ergebnis kam, wenn Skilifte oder Bergbahnen gebaut würden, könnten Hänge abrutschen. Markus Söder hat das Projekt im Landtagswahlkampf dann einkassiert und zusammen mit den Kommunen den Verzicht auf den Skilift verkündet.

Das Riedberger Horn ist jetzt besser geschützt als zuvor

Mit dem Beschluss des Kabinetts werden konkret 80 Hektar, die damals aus der höchsten Schutzzone herausgelöst worden waren, wieder dort eingruppiert. In dieser Zone C sind Bergbahnen oder Skiabfahrten unzulässig. Andere Flächen von insgesamt 304 Hektar, die damals als Ausgleich in die höchste Stufe gehoben wurden, bleiben aber nun weiter dort eingruppiert. Man setze damit ein Zeichen für mehr Naturnähe, betonte die Staatskanzlei.

BUND Naturschutz freut sich für das Riedberger Horn

Aus Sicht des BUNDs Naturschutz ist der Beschluss ein wichtiger Schritt, den Natur- und Artenschutz am Riedberger Horn wiederherzustellen. Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUNDs Naturschutz sagte: „Das Einlenken der Staatsregierung ist ein Beleg für die hohe Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und politischen Diskurses“. Landesvorstand Richard Mergner ergänzte: "Der Alpenraum ist einer der sensibelsten Naturräume Bayerns", und für diesen Naturschatz dürften nicht nur einzelne Verkehrsprojekte, sondern müssten Gesamtkonzepte entwickelt werden.

© BR/Irene Esesmann

Das Riedberger Horn wird in Zukunft wieder besser geschützt. Hubert Aiwanger hat die Änderungen im Alpenplan heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Aus seiner Sicht ist das Thema damit optimalst gelöst.