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Naturdenkmal Eisenbreche: Prozess um Kraftwerksbau im Allgäu | BR24

© BR/Christoph Scheule

Prozess am Verwaltungsgericht Augsburg

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    Naturdenkmal Eisenbreche: Prozess um Kraftwerksbau im Allgäu

    Der schwelende Streit um ein geplantes Wasserkraftwerk im Allgäuer Naturschutzgebiet Eisenbreche soll heute vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg entschieden werden. Das Gericht verhandelt zur Stunde die Klage von zwei Umweltschutzverbänden.

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    Vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg wird über das geplante Wasserkraftwerk Älpele bei Bad Hindelang verhandelt. Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz klagen gegen die Genehmigung durch den Oberallgäuer Landrat Anton Klotz.

    Umweltfreundliche Energie?

    Rund 3.000 Haushalte soll das Wasserkraftwerk einmal mit Strom versorgen. Dafür wird eine fünf Meter hohe Staumauer, ein Kraftwerkshaus und eine über einen Kilometer lange verrohrte Ausleitung gebaut – mitten im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen.

    Bund Naturschutz kritisiert den Landrat

    Umweltschützer kämpfen schon seit Jahren gegen den Bau. Der Vorsitzende des Bund Naturschutz, Hubert Weiger, erklärte, die Ostrach sei in diesem Bereich einer der letzten Alpenwildflüsse und Lebensraum für viele geschützte Tier- und Pflanzenarten. Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz sieht dagegen mit dem Wasserkraftwerk die Möglichkeit, die Energiewende voranzubringen. Er hat das Kraftwerk trotz des rechtlicher Schwierigkeiten genehmigt. Jetzt muss das Verwaltungsgericht in Augsburg entscheiden, ob diese Genehmigung in Ordnung war.

    Naturdenkmal Eisenbreche

    Das Areal ist mehrfach geschützt, als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, als Vogelschutzgebiet und als Landschaftsschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Die Marktgemeinde Bad Hindelang betont aber, dass das Projekt naturschutzgerecht sei. Die Eingriffe in die Natur würden so gering wie möglich erfolgen.