BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Julia Binder
Bildrechte: BR/Julia Binder

Seltene Steine, eine kleine Kapelle und viel Ruhe: Der Biberhügel ist ein freistehender Felsen mitten in Brannenburg. Erreichbar ist er über verschiedene Wanderwege. Oben, auf dem ebenen Rücken des Hügels, ist für jeden etwas geboten.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Ausflugstipp: Natur-Wanderung zum Brannenburger Biberhügel

Wer in den Pfingstferien zu Hause bleibt und das schlechte Wetter nicht scheut, der findet in Oberbayern viele Möglichkeiten für abwechslungsreiche Tagestouren. Zum Beispiel die Wanderung zum Biberfelsen mitten in Brannenburg.

Per Mail sharen
Von
  • Julia Binder
  • Matthias Lauer

Mitten in Brannenburg in Kreis Rosenheim liegt der Biberhügel oder einfach "Die Biber“. So wird der Hügel von Einheimischen genannt. Der ebene Rücken des freistehenden Felsens kann über verschiedene Wege erklommen werden. Besonders empfehlenswert aber ist ein Wanderweg um ihn herum.

Seltener Stein: Brannenburger Nagelfluh

© BR/Julia Binder
Bildrechte: BR/Julia Binder

Ein etwa 300.000 Jahre alter "Biberstein"

Der Biberhügel besteht komplett aus Nagelfluh, einem speziellen, seltenen Stein, der wohl in der vorletzten Eiszeit entstanden ist. Also vor rund 300.000 Jahren! Der Fels ist vom Eis damals ziemlich glatt geschliffen worden. Er hat keinen Gipfel, sondern einen ebenen Rücken. Und auf dem kann man wunderbar entlang spazieren.

Eremiten bewohnten Höhlen

© BR/Julia Binder
Bildrechte: BR/Julia Binder

Gut erhaltenen Steinhöhle

Kletterer nutzen die steilen Nagelfluhwände gerne. Der wunderbare, schattige Waldfestplatz wird auch heuer coronabedingt wohl leer bleiben, aber für ein privates Picknick eignet er sich perfekt. Auf dem weiteren Weg kommt man vorbei an gut erhaltenen Höhlen, in denen bis ins frühe 19. Jahrhundert Eremiten gelebt und gearbeitet haben. Sogar unterrichtet haben sie dort.

Bunte Natur, Kapelle und Kreuzweg St. Magdalena

© BR/Julia Binder
Bildrechte: BR/Julia Binder

Blühende Wiese am Kreuzweg

Über eine kurze steile Treppe geht’s rauf zur St. Magdalenenkapelle. Ein kleines Kircherl mitten auf einer Blumenwiese, an das ein hufeisenförmiger Kreuzweg anschließt und eine der ersten Kreuzweganlagen in Bayern, erbaut 1733/1734.

Dort oben zirpen die Grillen, die Vögel zwitschern, Schmetterlinge flattern zwischen den bunten Blumen, es ist belebt und ruhig zugleich. Ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, um die Natur mit allen Sinnen zu genießen. Und natürlich, um den Brannenburger Hausberg, den Riesenkopf, zu bestaunen.

Über Stock und Stein

Nach der Lichtung mit dem Kreuzweg geht’s wieder rein – mitten in den lichten Buchenwald. Wortwörtlich über Stock und Stein kann man dann ziemlich gemütlich am Biberrücken entlang schlendern. Und immer wieder die genialen Ausblicke genießen, bis hinüber zum Wendelstein.

Der Weg geht dann weiter am Biberkamm entlang, bis man wieder hinunterkommt, mitten ins Dorf. Ein Ausflug, der nicht nur für kleinere Kinder oder auch ältere Menschen durchaus empfehlenswert ist. Leicht zu gehen, aber richtig abwechslungsreich. Außerdem trifft man auf entspannte Wanderer. Denn mit dem Auto kommt man hier nicht rauf, höchstens mit dem Mountainbike.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!