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Nach einem langen Winter lässt der Frühling heuer auf sich warten. Am Wochenende hat es im höheren Allgäu sogar noch einmal geschneit. Im Mai sollte die Natur etwas weiter sein als zurzeit, was aber nicht schlimm ist, so ein Phänologe.

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Natur im Allgäu ist fast zwei Wochen später dran

Nach einem langen Winter lässt der Frühling heuer auf sich warten. Am Wochenende hat es im höheren Allgäu sogar noch einmal geschneit. Im Mai sollte die Natur etwas weiter sein als zurzeit, was aber nicht schlimm ist, so ein Phänologe.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Matthias Lauer

Der Mai ist gekommen, aber die Pflanzen kommen nicht richtig in die Gänge: Zumindest war die Natur in den vergangenen Jahren früher dran. Das ist nicht weiter tragisch, sagen ein Phänologe aus dem Ostallgäu und der Phänologische Kalender.

Volle Baumblüte, aber "voll" kalt

Zehn bis 14 Tage später als noch im vergangenen Jahr haben die Obstbäume im Garten von Anton Dietrich in Aufkirch im Ostallgäu angefangen zu blühen. Jetzt stehen der Birnbaum und die Kirsche in voller Blüte.

Phänologe gibt Entwarnung

Dietrich beobachtet als Phänologe seit 40 Jahren die Natur ehrenamtlich für den Deutschen Wetterdienst. Jetzt im Frühling schaut er genau, welche Bäume blühen und welche Pollen fliegen. Dass in diesem Jahr alles ein bisschen später kommt, sei nicht besorgniserregend, sagt der Ostallgäuer. Im Gegenteil: Die vergangenen Jahre sei die Natur im Verhältnis sehr früh dran gewesen, sagt Anton Dietrich. "Jetzt sind wir eigentlich eher wieder in den normalen Stand gekommen." Größere Frostschäden wie andernorts habe es im Allgäu nicht gegeben. Obwohl es recht früh schon mal kurzzeitig sehr warm war und dann der Winter mit Frost und Schnee zurückkam. Bei ein paar Frühblühern könne zwar schon ein bisschen was erfroren sein, sagt Dietrich. "Aber sonst ist bei uns durch die Kälte alles zurückgeblieben. Und so hatten wir Glück."

Nicht zu spät für gute Ernte

Der April war etwas zu trocken in Schwaben. Doch wenn der Sommer nicht zu heiß wird, kann 2021 nach Ansicht von Anton Dietrich durchaus noch ein gutes Jahr werden – auch in der Landwirtschaft.

Die Erde im Jahreskreislauf

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