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Nationalpark Berchtesgaden will Infinity-Pool sperren | BR24

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Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden plant, den sogenannten "Infinity-Pool" am Königsbach-Wasserfall per Verordnung zu sperren. Grund ist der steigende Andrang auf die versteckten Gumpen im Schutzgebiet hoch über dem Königssee.

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Nationalpark Berchtesgaden will Infinity-Pool sperren

Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden plant, den sogenannten Infinity-Pool am Königsbach-Wasserfall per Verordnung zu sperren. Grund ist der steigende Andrang auf die versteckten Gumpen im Schutzgebiet hoch über dem Königssee.

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Müll, Lärm, illegale Lagerfeuer - und immer wieder Rettungsaktionen für in Not geratene Besucher: Jetzt will der Nationalpark Berchtesgaden dem Trubel einen Riegel vorschieben und den sogenannten Natural Infinity Pool am Königsbach-Wasserfall sperren.

Geldbußen für Eindringlinge angedacht

Die Verwaltung des Nationalparks arbeitet in den kommenden Wochen in Abstimmung mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land an einem Betretungsverbot für den Bereich. Das Königssee-Ufer sowie die unteren Terrassen am Wasserfall sollen dagegen weiter zugänglich bleiben. Bei Missachtung der Zugangsbeschränkung, so der Plan, werden Bußgelder verhängt. Bis zum Inkrafttreten der neuen Verordnung werden Nationalpark-Ranger vermehrt unterwegs sein. Für Zelten und Biwakieren, Feuer machen, den Einsatz von Drohnen oder das Hinterlassen von Müll gibt es schon jetzt Bußgelder.

Gefahr durch Nachahmer von Social Media

In den sozialen Netzwerken, besonders auf Instagram, wurde der Ort abseits der offiziellen Wege weltweit bekannt. Nicht zuletzt durch eine deutsche Influencerin mit 1,2 Millionen Followern, die Ende Juni auf Instagram Drohnenaufnahmen von sich im "Infinity Pool" veröffentlichte. Laut Nationalparkverwaltung besuchen jährlich tausende Fototouristen die Gumpen am Wasserfall. Die Folgen: Zertretene Pflanzen, drei Kilometer neue Trampelpfade im Bergwald, Feuerstellen, Müll, Lärm und Kameradrohnen.

Junge Männer ertrunken - Polizei ermittelt

Gegen die Influencerin ermittelt die Polizei derzeit noch wegen des illegalen Drohnenflugs im Schutzgebiet. Am Königsbach-Wasserfall passieren auch immer wieder Unglücke. Im vergangenen Jahr sind dort zwei junge Männer bei Hochwasser im Felsbecken ertrunken. Auch der steile Anstieg zum Wasserfall über rutschige Felsen ist gefährlich.

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Für allem bei Foto-Touristen ist der Königsbach-Wasserfall im Nationalpark Berchtesgaden beliebt. Auf Instagram und Co. gibt es viele Bilder vor dort. Nun soll der Zugang beschränkt werden. In anderen Gegenden denkt man über ähnliche Maßnahmen nach.