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Nationalpark Bayerischer Wald soll erweitert werden | BR24

© picture alliance / DUMONT Bildarchiv

Nationalpark Bayerischer Wald soll um erweitert werden

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    Nationalpark Bayerischer Wald soll erweitert werden

    Neuesten Plänen zufolge soll der Nationalpark Bayerischer Wald um 600 Hektar erweitert werden. Damit würde eine Lücke zwischen dem tschechischen Nationalpark Šumava und dem Nationalpark Bayerischer Wald geschlossen.

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    Pünktlich zum 50. Geburtstag des Nationalparks Bayerischer Wald gibt es Pläne, den mehr als 24.000 Hektar großen Nationalpark um ein kleines Stück - nämlich um rund 600 Hektar - zu erweitern. Konkret geht es um einen schmalen Streifen östlich der Gemeinde Mauth entlang der Landesgrenze. Der Wald in diesem Bereich gehört den Bayerischen Staatsforsten.

    "Sinnvolle Ergänzung zum Bestand"

    Auf tschechischer Seite schließt der Nationalpark Šumava, der Böhmerwald, an. Es würde dadurch also eine Lücke geschlossen. "Es wäre eine sinnvolle Ergänzung zum Bestand – vor allem aus ökologischer Sicht", sagt Nationalpark-Leiter Franz Leibl und führt aus: "Wir haben hier seltene Lebensräume wie Hochmoore. Hier leben Auerhuhn, Haselhuhn, Luchse streifen durch die Wälder." Wald, der den Bayerischen Staatsforsten gehört.

    Ein weiterer Aspekt: Schon jetzt gibt es in diesem Bereich grenzüberschreitende Wander- und Radwege. "Wir könnten Gemeinsamkeiten weiterentwickeln, das wäre für das Naturerleben ein Gewinn", sagt Leibl.

    Gespräche mit allen Beteiligten vor Ort geplant

    Die Erweiterungspläne, über die zuerst die "Passauer Neue Presse" berichtet hatte, stehen ganz am Anfang. Zunächst müssten Gespräche mit allen Beteiligten vor Ort geführt werden.

    "Wir wollen niemandem was überstülpen. Stattdessen wollen wir Fragen beantworten, Ängste abbauen, Anregungen aufgreifen, informieren und erklären", sagt Leibl. Gerade privaten Waldbesitzern müsse vermittelt werden: In ihren Wäldern, in den Nationalpark-Randzonen, würden Borkenkäfer natürlich bekämpft. Nur wenn die Erweiterung von der Region mitgetragen werde, würde grünes Licht nach München signalisiert.

    Am Ende des Prozesses müsste letztlich der Bayerische Landtag zur Erweiterung zustimmen.

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