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© Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald
Bildrechte: Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald

Fichtenzapfen-Becherlinge sind nach der Schneeschmelze häufig zu finden.

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    Nationalpark Bayerischer Wald: Erste Pilze wachsen bereits

    Laut den Experten des Nationalparks Bayerischer Wald gibt es auch jetzt schon zum Teil essbare Schwammerl in den Wäldern. Mit der Schneeschmelze kommen sie zum Vorschein.

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    Von
    • Christian Riedl
    • BR24 Redaktion

    Passionierte Pilzsammler brauchen meist Geduld bis zum Spätsommer – aber laut den Experten des Nationalparks Bayerischer Wald kommen bereits mit der Schneeschmelze die ersten essbaren Pilze zum Vorschein.

    Manche Pilze sprießen mit der Schneeschmelze

    Eine Frau aus Zwiesel habe bereits einen besonders wertvollen Fund gemeldet, heißt es in einer von der Nationalparkverwaltung veröffentlichten Mitteilung: Es handelt sich um das "Spindelsporige Aggregatbecherchen (Byssonectria terrestris)". Der Pilz mit seinem leuchtend gelb-orangenen Fruchtkörper wächst auf gut gedüngten Stellen im Nadelwald. Das heißt vor allem auf uringetränkten Plätzen.

    Spezielle Plätze als Nährboden

    Im gesamten Böhmerwald seien lediglich zwölf Stellen bekannt, an denen dieser Pilz bereits mit der Schneeschmelze zu finden ist, erklärt Experte Peter Karasch. Er ist im Nationalpark für den Bereich Mykologie zuständig ist. Karasch weist drauf hin, dass es zu jeder Jahreszeit Pilze gebe. Spezialisierte Arten wachsen sogar bei Frost im Winter oder unter einer isolierenden Schneeschicht.

    Verwechslungsgefahr

    Die Nationalparkverwaltung erklärt in ihrer Mitteilung, dass schon jetzt auch essbare Pilze zu entdecken seien - darunter Fichtenzapfenrüblinge (Strobilurus esculentus). Sie wachsen oft zu Tausenden in Fichtenbeständen und können bereits eine Pilzmahlzeit ergeben. Allerdings bestehe laut Nationalpark Verwechslungsgefahr mit einem ungenießbaren Doppelgänger, dem Fichtenzapfen-Helmling. Darüber hinaus wachsen derzeit auch schwarze Fichtenzapfen-Becherlinge (Rutstroemia bulgarioides) in bodenfeuchten Senken oder schneereichen bergigen Bereichen.

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    Bildrechte: Peter Karasch/Nationalpark Bayerischer Wald

    Das Spindelsporige Aggregatbecherchen kommt selten vor und wächst nur an Orten, an denen sich gehäuft Rehe und Hirsche aufhalten.

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