BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Nationalpark Bayerischer Wald: 2019 drittwärmstes Jahr | BR24

© BR/Konstantin König

Zu warm und zu trocken: So lautet das Fazit der Wetteraufzeichnung des Jahres 2019 im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Klimaveränderung bringt auch schon erste negative Folgen mit sich.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nationalpark Bayerischer Wald: 2019 drittwärmstes Jahr

Zu warm und zu trocken: So lautet das Fazit der Wetteraufzeichnung des Jahres 2019 im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Klimaveränderung bringt auch schon erste negative Folgen mit sich.

Per Mail sharen
Teilen

2019 war im Nationalpark Bayerischer Wald das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1970. Wie die Nationalparkverwaltung mitteilt, lag die Durchschnittstemperatur auf 945 Höhenmetern bei 7,8 Grad. Nur 2014 und 2018 war es mit 7,9 Grad noch wärmer. Der Mittelwert der Jahre 1972 bis 2001 liegt dagegen nur bei 5,8 Grad. Auch im Bereich der Niederschlagsmengen war 2019 ein Ausreißer-Jahr: Mit 1001,9 Millimetern fiel die Jahresniederschlagsmenge über 350 Millimeter geringer aus als im Mittelwert. Der drittniedrigste Wert seit 1972

Folgen der Klimaveränderung spürbar

Die Abfolge an vielen warmen Jahren hintereinander hat dazu geführt, dass sich der Buchdrucker, eine Borkenkäferart, stark vermehrt hat. Heimische Fichten sind stark von diesem Schädling befallen. Der Bestand an Buchen verkraftet die Klimaveränderung dagegen bisher relativ gut. Auch für Pilze scheinen die Niederschlagsmengen noch auszureichen, so der Nationalpark.

Datenerfassung seit rund 50 Jahren

Seit den 70er Jahren werden im Nationalpark Bayerischer Wald Klimadaten erfasst. Darunter fallen Temperaturen, Schneehöhen, Sonnenstunden oder Frosttage. Manche der Werte müssen von dem vierköpfigen Mess-Team noch immer manuell abgelesen werden.