Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Nationalpark: Aus dem großen Förderprogramm wird wohl nichts | BR24

© BR

Im Sommer 2018 versprach der damalige Umweltminister Huber dem Nationalpark Bayerischer Wald 30 Millionen Euro als Geburtstagsgeschenk zum 50-jährigen Bestehen im Jahr 2020. Aus der hohen Fördersumme wird nun aber wohl nichts.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nationalpark: Aus dem großen Förderprogramm wird wohl nichts

30 Millionen Euro als Geburtstagsgeschenk: Das hatte der frühere Umweltminister Huber vergangenes Jahr für den Nationalpark Bayerischer Wald versprochen. Doch aus dem Geldgeschenk zum 50-jährigen Bestehen wird wohl nichts.

Per Mail sharen

Vergangenen Sommer sah es noch nach großen Geschenken für den Nationalpark Bayerischer Wald aus: Der damalige Umweltminister Marcel Huber (CSU) hat dem Nationalpark 30 Millionen Euro versprochen – als Geschenk zum 50-jährigen Bestehen im Jahr 2020. Doch von diesen 30 Millionen wird nur ein kleiner Bruchteil ankommen. Im von der Regierung beschlossenen Doppelhaushalt ist das versprochene Sonderprogramm nicht veranschlagt, kritisiert der FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann.

"Das war ein leeres Wahlkampf-Versprechen. Und das kann sich die Region nicht gefallen lassen." Alexander Muthmann (FDP)

Momentan plant die Staatsregierung mit nur zwei Posten: 1,9 Millionen Euro (von insgesamt 5,3) sollen in die Ertüchtigung von Besuchereinrichtungen fließen und 1,5 Millionen Euro (von insgesamt 4,1) in die Ertüchtigung der touristischen Infrastruktur. Der größte Posten und damit das größte Versprechen fehlt aber komplett im Haushalt: Knapp 20 Millionen Euro sollten in den Straßenunterhalt fließen – so das Versprechen von Marcel Huber.

Kein Geld für die Sanierung der Nationalpark-Straße

Vor allem die Nationalpark-Basisstraße zwischen Mauth und Spiegelau hätte mit dieser Summe aufwendig saniert werden sollen. Dass der Freistaat die vollen Kosten dieser Ertüchtigung trägt, kommentierte Freyungs Landrat Sebastian Gruber (CSU) im Sommer mit den Worten: "Dieses Projekt wäre für uns so nicht stemmbar gewesen." Doch für Verkehrsinfrastruktur im Nationalpark sind im Haushalt null Euro angesetzt.

Viele Besucher auf schlechter Straße

Muthmann sagt, der Landkreis selbst sei nicht in der Lage, die Straße auf eigene Kosten zu sanieren. Ihr Zustand sei aber schlecht. Und zum Jubiläum im Jahr 2020 werden viele Besucher über genau diese Straße den Nationalpark anfahren. "So kann man mit der Region nicht umgehen", sagt er und hofft, dass in der Region die Empörung wächst und dass so Druck auf die Staatsregierung ausgeübt werden kann.