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Nasenspray gegen Drogentod: Fast 500 Menschen geschult | BR24

© Eine augenscheinlich benutzte und abgenutzte Spritze mit Schutzkappe liegt auf einem Gehweg an einer Straße in der Nähe einer Schule. Foto: Bodo Marks

Eine augenscheinlich benutzte und abgenutzte Spritze mit Schutzkappe liegt auf einem Gehweg an einer Straße. (Symbolbild)

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    Nasenspray gegen Drogentod: Fast 500 Menschen geschult

    Naloxon - so heißt ein Nasenspray, das helfen soll, wenn Heroinabhängige einen Atemstillstand erlitten haben. 500 Menschen wurden im Umgang mit dem Spray in Bayern bislang geschult, so das Gesundheitsministerium. Sie könnten zukünftig Leben retten.

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    Fast 500 Menschen sind in Bayern mittlerweile für den Einsatz von lebensrettendem Nasenspray für Heroinabhängige geschult worden. "In 70 Notfallsituationen kam Naloxon gezielt zum Einsatz und konnte somit Leben retten", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag laut Mitteilung.

    Modellprojekt in Bayern

    Naloxon soll Menschen helfen, die einen akuten Atemstillstand durch eine Überdosis von Heroin oder anderen Opioiden erlitten haben. Das Mittel dürfen eigentlich nur Ärzte anwenden. Seit Oktober 2018 gibt es in Bayern jedoch ein Modellprojekt, bei dem Laien - vor allem Drogenabhängige - für die Notfallgabe von Naloxon geschult werden.

    Ausweitung geplant

    Huml kündigte an, dass es voraussichtlich im November einen Abschlussbericht geben werde. "Wenn sich darin der positive Eindruck bestätigt, werde ich mich für eine bayernweite Ausweitung der Schulungen einsetzen." Das Ministerium investiert bis Ende des Jahres 330.000 Euro in das Projekt "Take-Home-Naloxon in Bayern".

    Zahl der Drogentoten zuletzt gestiegen

    Die Zahl der Drogentoten in Bayern ist den Angaben zufolge zuletzt wieder leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 244 Personen in Bayern an den Folgen von Drogenkonsum, im Jahr 2018 waren es 235. "Ein stabiles Lebensumfeld und ein guter Allgemeinzustand bedeuten Lebensqualität und sind ein entscheidender Schutzfaktor gegen den Drogentod", sagte Huml. Der Freistaat investiere jährlich mehr als sechs Millionen Euro in Suchtprävention und -hilfe.

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