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Nagelpflege erlaubt, Massagen nicht: Praxen wollen klagen | BR24

© Christian Bayer
Bildrechte: Christian Bayer

Massage-Praxis

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    Nagelpflege erlaubt, Massagen nicht: Praxen wollen klagen

    In Bayern dürfen Masseure heute nicht öffnen, ihre Kollegen in anderen Bundesländern dagegen schon. Die Betroffenen können die Gründe nicht nachvollziehen. Eine Gruppe von Masseuren will nun gerichtlich gegen die Beschlüsse in Bayern vorgehen.

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    Von
    • Judith Zacher

    Diese Nachricht hat die Betreiber von Massagepraxen am Wochenende überrascht: Eigentlich hätten sie nach der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch gedacht, sie dürften wieder ihrer Arbeit nachgehen, hätten schon Termine vereinbart, so Chris Bayer, der eine Praxis in Höchstädt betreibt.

    Nagelpflege ist erlaubt, Massagen nicht

    Dann jedoch hätten sie in der ab heute gültigen 12. Bayerischen Infektionsschutzverordnung im Internet nachgelesen und seien auf den Hinweis gestoßen, dass in Bayern Massagepraxen und Tattoostudios ausgenommen werden, während Nagel- und Kosmetikstudios aufhaben dürfen.

    Auf einen Bericht des Bayerischen Rundfunks über diesen bayerischen Sonderweg hin haben sich jetzt zahlreiche andere Massagepraxen bei ihm gemeldet. Gemeinsam wollten sie jetzt den Rechtsweg beschreiten.

    Kollegen in anderen Ländern dürfen öffnen

    Ihrer Meinung nach sei es ungerecht, dass ihre Kollegen bundesweit öffnen dürften, sie in Bayern aber nicht. Sie hätten ein Hygienekonzept, es würde regelmäßig alles desinfiziert, FFP2 Masken seien in ihren Unternehmen Pflicht und würden durchgehend getragen. Das sei in Kosmetikstudios bei einigen Anwendungen nicht möglich. Trotzdem dürften die öffnen, und sie nicht.

    Das Gesundheitsministerium antwortet auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, wegen des derzeit noch hohen Infektionsgeschehens könne man nicht alle körpernahen Dienstleister öffnen lassen. Man priorisiere Anbieter, bei deren Dienstleistungen es um Körperhygiene- und pflege gehe und auf die große Teile der Bevölkerung, insbesondere Ältere, angewiesen seien.

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