Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Wolbergs-Prozess: Verteidiger von Franz W. fordern Freispruch | BR24

© Bayern 1

Im Korruptionsprozess gegen Regensburgs OB Wolbergs haben die Anwälte des Mitangeklagten Franz W. Freispruch gefordert. Laut Anklage soll er für den Immobilienunternehmer Volker Tretzel ein illegales Spendensystem koordiniert haben.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wolbergs-Prozess: Verteidiger von Franz W. fordern Freispruch

Im Korruptionsprozess gegen Regensburgs OB Wolbergs haben die Anwälte des Mitangeklagten Franz W. Freispruch gefordert. Laut Anklage soll er für den Immobilienunternehmer Volker Tretzel ein illegales Spendensystem koordiniert haben.

Per Mail sharen

Freispruch in allen Punkten: Das haben die Verteidiger des mitangeklagten Franz W. in ihrem Plädoyer im Regensburger Korruptionsprozess gefordert. Franz W. war leitender Angestellter des ebenfalls angeklagten Immobilienunternehmers Volker Tretzel.

Die Verteidiger des suspendierten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (ehem. SPD) und Tretzels hatten zuvor ebenfalls einen Freispruch für ihre Mandanten gefordert.

Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für Mitangeklagten

In seiner Funktion als Geschäftsführer soll Franz W. ein firmeninternes Spendensystem koordiniert haben. Über das Konto sollen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft knapp eine halbe Million Euro illegal an Joachim Wolbergs' SPD-Ortsverein geflossen sein. Außerdem soll Franz W. veranlasst haben, dass Wolbergs bei Wohnungsrenovierungen mit Geld der Firma unterstützt wird. Die Staatsanwaltschaft fordert deshalb drei Jahre Haft für den ehemaligen Geschäftsführer – unter anderem wegen Bestechung und Vorteilsgewährung.

Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Franz W. hatte im Prozess weitgehend zu den Vorwürfen gegen ihn geschwiegen. Der gelernte Maurermeister arbeitete insgesamt 25 Jahre für Tretzels Firma und brachte es in dieser Zeit bis zum Geschäftsführer. Zusammen mit dem Oberbürgermeister saß er in Gremien des SSV Jahn Regensburg.

Wie Wolbergs und sein Chef Tretzel musste auch Franz W. im Zuge der Ermittlungen in Untersuchungshaft.