Modell für die Erweiterung der Uniklinik

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Nächster Schritt für Erweiterung der Uniklinik Würzburg

Nächster Schritt für Erweiterung der Uniklinik Würzburg

Auf einer zehn Hektar großen Fläche sollen neue Klinik-Gebäude der Uniklinik Würzburg entstehen. Der Freistaat Bayern hat jetzt den Planungsauftrag erteilt. Umgesetzt wird das Großprojekt von einem Berliner Architektur-Büro.

Der Freistaat Bayern hat den Generalplaner-Auftrag für den ersten Bauabschnitt der Erweiterung der Uniklinik Würzburg im Stadtteil Grombühl vergeben. Damit ist ein weiterer Meilenstein für den neuen Klinik-Campus auf dem "Erweiterungsgelände Nord" erreicht, teilt die Uniklinik mit. Im ersten Bauabschnitt sollen Neubauten für die Kopfkliniken und das neue Zentrum Frauen-Mutter-Kind entstehen.

Neue Klinik-Gebäude auf zehn Hektar

Der Auftrag für das Großprojekt geht an die ein Berliner Architektur-Büro, das einen Planungs-Wettbewerb für das Erweiterungsgelände gewonnen hatte. Das Büro kann jetzt damit beginnen, den Wettbewerbs-Entwurf umzusetzen. "Die Weichen für die innovative bauliche Zukunft der Würzburger Universitätsmedizin sind damit gestellt", sagte Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik am Freitag.

1,4 Milliarden Euro für den ersten Bauabschnitt

Für den ersten Bauabschnitt der Kopfkliniken und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind will der Freistaat 1,4 Milliarden Euro investieren. Das teilte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in Würzburg mit. "Das ist leider ein Problem, dass sich Baukosten nach oben entwickeln. Das kann aber nicht der Grund dafür sein, dass wir nichts investieren. Wir werden es auf den Weg bringen. Ich stehe dazu." Für das gesamte Großprojekt rechnet Söder mit Kosten in Höhe von mehr als 3 Milliarden Euro.

Bauarbeiten beginnen frühestens 2025

Die neuen Klinik-Gebäude sollen auf einem etwa zehn Hektar großen Gelände nordwestlich der bestehenden Zentren für Operative Medizin (ZOM) und Innere Medizin (ZIM) im Würzburger Stadtteil Grombühl entstehen. Die ersten Bauarbeiten sollen frühestens im Jahr 2025 aufgenommen werden. In zehn Jahren sollen die Neubauten dann fertiggestellt sein. Etwa 600 Betten sollen aus alten Gebäuden in die neuen verlagert werden. "Das ist das größte Hochbauprojekt in Unterfranken seit dem zweiten Weltkrieg. Es wird für Spitzenmedizin in Bayern einen neuen Qualitätsschub bringen", so Söder.

Ende März 2022 hatte der Würzburger Stadtrat grünes Licht zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Erweiterungsgelände gegeben. Die bestehenden Gebäude der Kopfkliniken, der Frauenklinik und der Kinderklinik sind mindestens 50 Jahre und müssen daher erneuert werden.

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