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Ohne Stress und Stau zum Wandern: Der Bergbus fährt jedes Wochenende

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    Nächster Halt Talstation: Mit dem Bergbus zur Wandertour

    Jedes Wochenende bringt der Münchner Bergbus jetzt Wanderfreunde ganz entspannt in die Berge - und wieder zurück, sofern man die Abfahrt nicht verpasst. Auf dem Fahrplan stehen der Chiemgau, die Ammergauer Alpen und die Blauberge.

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    Von
    • Christian Eisele

    Ohne Stress und ohne Stau in die Berge - dieses Versprechen konnte der Münchner Bergbus am ersten Wochenende erfüllen. So fiel das Fazit des Deutschen Alpenvereins am Sonntagabend positiv aus. Zwar waren die Busse zur Premiere nur zu einem Drittel besetzt, doch "wir hoffen, dass sich der Erfolg rumspricht und wir schon bald mehr Bergsteiger an Bord haben", so Markus Blersch vom DAV.

    Tour lieber gut berechnen - der Bergbus wartet nicht

    Auf die Minute pünktlich rollt der Doppelstock-Bus in Unterammergau auf den Parkplatz. Hier sammelt er die letzten Wanderer ein, ehe es zurück geht nach München. Alle haben es pünktlich geschafft, auch wenn es zum Teil ganz schön knapp war. "Wir mussten beim Abstieg auf die Pause verzichten und uns wirklich ranhalten, um den Bus noch zu erreichen. Aber es war trotzdem ein toller Tag", erzählt Veronika Illich.

    Das ist im Moment vielleicht noch das einzige Problem. Es gibt nur einen Bus zurück nach München. Abfahrt ist am Wendepunkt der Route um 17:30 Uhr, wer diesen Zeitpunkt verpasst, auf den wird nicht gewartet. Eine solide Tourenplanung und ein richtiges Einschätzen des eigenen Tempos sind also nötig, um den Tag in den Bergen sorgenfrei zu Ende zu bringen. Um möglichst auf der sicheren Seite zu sein, schlägt der Alpenverein auf der Internetseite beim Ticketkauf gleich entsprechende Routen vor, die gut in den Zeitplan passen.

    Angefahren werden bisher schwer zu erreichende Regionen

    Jedes Wochenende steuert der Bergbus auf vier verschiedenen Routen drei Bergregionen an - den Chiemgau, die Ammergauer Alpen und die Blauberge. Die Ziele wurden bewusst ausgesucht, das sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von München aus bislang schwer zu erreichen waren.

    Die Fahrt geht ohne Zwischenstopp direkt zum ersten Tourenausgangspunkt. Die frühen Busse starten um 6:30 Uhr, die Variante für Langschläfer um 8:30 Uhr.

    Da man an verschiedenen Haltepunkten aus- und einsteigen kann, ist der Bergbus ideal für Überschreitungen, die bei Anreise mit dem Pkw großen organisatorischen Aufwand erfordern. Die Tickets kosten für DAV-Mitglieder ab 16 Euro, für alle anderen 22 Euro, der Transport fürs Mountainbike vier Euro extra.

    Nach zehn Wochen wird über Fortsetzung entschieden

    Vorerst ist der Betrieb auf eine Testphase von zehn Wochen angelegt, dann will der Alpenverein Bilanz ziehen. Letztlich liegt es also in der Hand der Bergsteiger, ob das Angebot weiter ausgebaut werden kann oder wieder eingestellt wird.

    Der Effekt für Umwelt und Umland ist leicht zu erklären. "Wir haben 91 Plätze im Bus. Im Durchschnitt sitzen in jedem Auto in Richtung Berge vielleicht zwei Personen. Wir können also mit jedem Bus 40 bis 50 Autos auf der Straße und auf dem überfüllten Parkplatz einsparen", rechnet Markus Blersch vor.

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