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Nachwuchssorgen: Bayerischer Fußballverband befragt Vereine | BR24

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Bayerischer Fußballverband befragt Vereine

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Nachwuchssorgen: Bayerischer Fußballverband befragt Vereine

Wo sind die Fußballplätze überfüllt, wo fehlen Trainer? Der Bayerische Fußballverband hat bei den Vereinen im Freistaat eine große Umfrage zur aktuellen Situation vor Ort gestartet. Und die trifft einen Nerv: Die Resonanz ist groß.

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Es ist ein langer Fragebogen, den der Bayerische Fußballverband (BFV) für seine Mitglieder erstellt hat: Duzende Fragen umfasst die Online-Umfrage, die der BFV Anfang April an die rund 4.600 Vereine im Freistaat geschickt hat.

Darunter sind Fragen wie "Hat Ihr Verein ausreichend Zeiten und Kapazitäten auf dem Platz für Trainingseinheiten und Spiele?" oder "Mit wie vielen anderen Vereinen müssen Sie sich die Platzkapazitäten teilen?"

Das Ziel: "Ein genaues Bild für ganz Bayern, um zu sehen, wo Handlungsbedarf ist", sagt Florian Weißmann, Verbands-Jugendleiter beim BFV.

Hunderte Rückmeldungen innerhalb weniger Tage

Denn auf der einen Seite mussten in Großstädten Vereine teilweise schon Kinder und Jugendliche abweisen, weil sie nicht genügend Platz haben. Auf der anderen Seite fehlt auf dem Land massiv der Nachwuchs. Dort schließen sich deshalb immer mehr Vereine zu Spielgemeinschaften zusammen, weil sie andernfalls den Spielbetrieb einstellen müssten.

Mit seiner Umfrage will der BFV nun detailliert erfassen, wie die Situation in den einzelnen Teilen Bayerns aussieht. Und die Resonanz ist beachtlich: Bereits in den ersten Tagen gingen Hunderte Rückmeldungen ein – im Verhältnis deutlich mehr als bei anderen Umfragen, heißt es beim BFV. Das Thema scheint bei vielen einen Nerv zu treffen.

Fußballverband will Spielbetrieb reformieren

Der BFV steckt gerade mitten in Reformen für den Spielbetrieb. So hat der Verband erst kürzlich neue Spielformen auf den Weg gebracht, die sich in den unteren Jugenden vom klassischen "Sechs gegen Sechs mit Torhüter" lösen. Zur kommenden Saison kann zusätzlich auch das neue Format "Mini-Fußball" gespielt werden: "Drei gegen Drei" oder "Fünf gegen Fünf" samt kleinerer Felder und Tore.

Ideen für mehr Veränderungen im Jugendfußball

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage sollen auch Denkanstöße und Ideen für weitere Veränderungen liefern: Lassen sich etwa bei bestimmten Sportstätten die Sperrzeiten verkürzen, damit mehr Mannschaften die Plätze nutzen können? Oder: Wie lässt sich der Fußball für den Nachwuchs wieder attraktiver machen?

"Das Thema Ernährung wird in den Schulen angesprochen und gelebt mit gesundem Mittagessen. Da ist die Frage: Wird der Sport auch so in den Mittelpunkt gerückt, dass Kinder neben der Schule einer sportlichen Betätigung nachkommen sollen?" Florian Weißmann, Verbands-Jugendleiter beim BFV

Zu solchen Fragen soll die Umfrage Anhaltspunkte liefern. Ende Mai will der Fußballverband die Ergebnisse präsentieren.

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Jugendfußball in Gefahr