BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Nachwuchs bei den Mähnenwölfen im Nürnberger Tiergarten | BR24

© BR

Drei junge Mähnenwölfe streifen durchs Gehege des Nürnberger Tiergartens. Sie sind gesund und munter, aber auch scheu und zurückgezogen. Das sei auch richtig so, sagen die Tierpfleger, denn nächstes Jahr sollen sie in Südamerika ausgewildert werden.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nachwuchs bei den Mähnenwölfen im Nürnberger Tiergarten

Drei junge Mähnenwölfe streifen durchs Gehege des Nürnberger Tiergartens. Sie sind gesund und munter, aber auch scheu und zurückgezogen. Das sei auch richtig so, sagen die Tierpfleger, denn nächstes Jahr sollen sie in Südamerika ausgewildert werden.

1
Per Mail sharen

Der Nürnberger Tiergarten hat heute besonderen Nachwuchs präsentiert. Drei junge Mähnenwölfe tummeln sich im Gehege. Schon im November kamen sie zur Welt. Die beiden Elterntiere kümmern sich um den Nachwuchs – die Mutter säugt, der Vater versorgt sie mit vorverdautem Fleisch.

Zurück in die südamerikanische Heimat

Die drei Jungtiere laufen schon selbst, verstecken sich aber meist in den Erdhöhlen unter großen Sandsteinen im Gehege. „Sie werden bewusst nicht an Menschen gewöhnt“, erklärt Zoopädagoge Christian Dienemann, „es soll so wenig Kontakt mit Menschen wie möglich stattfinden, da die Tiere in einem guten Jahr in ihrer ursprünglichen Heimat Südamerika ausgewildert werden sollen, in Argentinien oder Brasilien.“ Die Elterntiere kamen 2015 aus den Zoos in Gdansk (Polen) und Hodonin (Tschechien) und es ist schon der zweite Nachwuchs. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt.

Langbeinige Einzelgänger

Mähnenwölfe sind eigentlich Wildhunde und im Gegensatz zum Wolf überwiegend Einzelgänger. Sie kommen nur zur Fortpflanzungszeit zusammen, kümmern sich dann gemeinsam um die Aufzucht der Jungtiere. Sie leben ursprünglich in den Savannenlandschaften Südamerikas, ernähren sich zur Hälfte von Pflanzen und Tieren. Mit seinen auffällig langen Beinen ist der Mähnenwolf sehr gut an seinen bevorzugten Lebensraum angepasst, streift durch das hohe Gras der Savanne. Wegen der langen Beine ist er Passgänger, das heißt die rechten oder linken Beine werden jeweils gemeinsam bewegt.

Mähnenwölfe stinken, weil sie ihr Revier markieren

Im Tiergarten fallen die Mähnenwölfen den Besuchern oft auch durch den strengen Geruch auf. „Das liegt daran, dass sie ständig mit ihrem Urin ihr Revier markieren“, erklärt der Tiergartenpädagoge. In Amsterdam in den Niederlanden habe es sogar schon einmal einen Polizeieinsatz im Tiergarten gegeben. Besucher hätten einen „starken Cannabisgeruch“ festgestellt, so Christian Dienemann. Die Tierpfleger konnten die Polizisten dann aber beruhigen – dass seien die Mähnenwölfe, keine Kiffer. In Nürnberg könne man den Geruch fast im ganzen Tiergarten wahrnehmen, „je nachdem, wie der Wind steht“, meint der Zoopädagoge Christian Dienemann.  

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!