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Nach Sturm Sabine: Förster warnen vor Waldspaziergängen | BR24

© BR/Elke Kalb

Ein umgestürzter Baum im Nürnberger Reichswald

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Nach Sturm Sabine: Förster warnen vor Waldspaziergängen

Nach und nach werden die Auswirkungen von Sturm Sabine in Mittelfranken behoben. Alle Haushalte sind wieder mit Strom versorgt, die Bahnstrecken wieder frei. Förster warnen davor, dass Äste und umgeknickte Bäume gefährlich werden könnten.

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Die Aufarbeitung der Schäden in den Wäldern nach dem Sturmtief Sabine wird die Forstleute noch länger beschäftigen. Wie es vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth auf BR-Anfrage heißt, werden die genauen Schäden erst nach dem Ende des Sturms erfasst werden können.

Warnung vor herabfallenden Ästen

Ersten Einschätzungen zufolge kam es in den Wäldern in den Landkreisen Nürnberger Land und Roth und der Stadt Schwabach, dem Zuständigkeitsbereich des Amtes, nicht zu großflächigen Windwürfen. Es seien einzelne Bäume umgestürzt. Eingehende Kontrollen oder Aufräumarbeiten können aber erst nach Abflauen des starken Windes stattfinden. Das Amt rät bis zum Wochenende dringend von Spaziergängen oder Aufenthalten im Wald ab, weil Äste abbrechen oder beschädigte Bäume umstürzen können. Die Beseitigung von Sturmwürfen ist laut dem Amt sehr gefährlich, weil umgestürzte Bäume unter Spannung stehen können. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollten die Bäume deshalb im Zweifelsfall maschinell oder von Profis aufarbeiten lassen.

Der Forstbetrieb Nürnberg konnte dagegen schon genauere Angaben machen. Wie Forstbetriebsleiter Johannes Wurm mitgeteilt hat, wird der Schaden im Nürnberger Reichswald auf rund 15.000 Festmeter beziffert.

Alle Haushalte wieder mit Strom

Nach dem Sturmtief Sabine sind im Gebiet des Nürnberger Energieversorgers N-Ergie wieder alle Haushalte mit Strom versorgt. Wie Pressesprecherin Heidi Willer mitteilt, seien die Schäden an Stromleitungen am Montagabend alle behoben worden. Die Nacht war ruhig und es wurden keine weiteren Stromausfälle gemeldet, so Willer. Insgesamt waren rund 5.200 Haushalte im Netzbereich der N-Ergie als Folge des Sturmtiefs ohne Strom, die meisten nur für kurze Zeit. Fast immer waren auf Freileitungen gestürzte Bäume oder schiefe oder umgekippte Masten Ursache für die Stromausfälle. Da auch für heute wieder stürmisches Wetter vorhergesagt wird, hat der Energieversorger auch heute sein Bereitschaftsteam verdoppelt. Sollte jemand noch Schäden an Stromleitungen entdecken, bittet die Netzgesellschaft, die betroffenen Stellen unter der Telefonnummer 0800-234-2500 zu melden.

Bahnstrecken frei

Unterdessen sind in Mittelfranken wieder alle Bahnstrecken freigegeben. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, kann der Zugverkehr in Franken wieder uneingeschränkt stattfinden, vereinzelt kommt es noch zu Verspätungen. Bayernweit arbeiten rund 500 Einsatzkräfte der Bahn an der Beseitigung von 100 Störstellen. Einige davon befinden sich in Hochlagen von Franken. Zuvor waren am Morgen noch die Strecken Gunzenhausen – Pleinfeld und Wicklesgreuth – Windsbach gesperrt gewesen.

Aufräumarbeiten in Ansbach

© BR

Nach dem Sturm Sabine bringen die Feuerwehren ihr Equipment wieder in Ordnung. Nach unzähligen umgesägten Bäumen müssen die Kettensägen gereinigt und geölt werden. Damit werden die Feuerwehren noch einige Tage beschäftigt sein.