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Nachfolge für Gundremmingen: Neues Gaskraftwerk in Schwaben?

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Nachfolge für Gundremmingen: Neues Gaskraftwerk in Schwaben?

Ende 2021 soll das Kernkraftwerk Gundremmingen endgültig abgeschaltet werden. Für die Zeit danach gibt es in Schwaben bereits seit vielen Jahren Pläne für ein Gaskraftwerk. Im Gespräch sind drei Standorte mit drei potentiellen Betreibern.

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Im AKW Gundremmingen geht die alljährliche Wartung zu Ende. Es dürfte eine der letzten gewesen sein, Ende 2021 soll das Kernkraftwerk endgültig abgeschaltet werden. Für die Zeit danach gibt es in Schwaben bereits seit vielen Jahren Pläne für ein Gaskraftwerk. Doch die Planungen scheinen sich zu verzögern.

Drei Standorte im Gespräch

Im Gespräch sind drei Standorte mit drei potentiellen Betreibern: In Leipheim im Landkreis Günzburg hatten sich die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm bereits 2011 ein Grundstück für ein Gaskraftwerk gesichert, in Gundremmingen wollte der bisherige Kernkraftwerks-Betreiber RWE direkt neben der bestehenden Anlage ein Gaskraftwerk bauen, in Gundelfingen hatte die Firma PQ Energy Interesse für ein solches Kraftwerk signalisiert.

Doch wie der Netzbetreiber Amprion dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage bestätigte, läuft mittlerweile die insgesamt dritte Ausschreibung für ein solches Gaskraftwerk. Weshalb die vorangegangenen Ausschreibungen zurückgezogen wurden, obwohl es potentielle Interessenten gibt, dazu wollte Amprion keine Angaben machen.

Firmen fordern Subventionen

Grundsätzlich haben die Stadtwerke nach wie vor Interesse am Standort Leipheim. RWE wollte sich zur aktuellen Planung für den Standort Gundremmingen nicht äußern, genauso wenig wie PQ Energy zum Standort Gundelfingen.

Zuletzt hatten Firmen, die ein Gaskraftwerk betreiben könnten, immer wieder mehr Subventionen für den Bau solcher Kraftwerke gefordert. In Schwaben ist ein Gaskraftwerk im Gespräch, das lediglich als ein Reserve- bzw. Notkraftwerk dienen würde. Es würde also nur dann anspringen, wenn andere Energiequellen zu wenig Strom produzieren.

Landrat pocht auf Versorgungsgarantie

Laut Günzburgs Landrat Hans Reichhart (CSU) drängt die Zeit, sollte die Region weiterhin ein wichtiger Energiestandort bleiben wollen: "Es wird ohnehin sportlich, das bis zum Ende von Gundremmingen hin zu bekommen. Deshalb muss man uns die Sicherheit geben, dass wir die Versorgungsgarantie bei uns im Landkreis Günzburg und in ganz Schwaben haben. Diese Garantie brauchen wir und der ist dann auch alles unterzuordnen", so Reichhart.

Für jede Art der Energieversorgung würde Reichhart Gundremmingen favorisieren, da dort bereits die nötige Infrastruktur vorhanden sei – auch nach der Abschaltung des Kernkraftwerks.

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