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Nachbarn scheitern mit Klage gegen Erweiterung von Demenz-Heim | BR24

© picture-alliance/dpa

Richter, Gesetzbuch (Symbolbild)

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    Nachbarn scheitern mit Klage gegen Erweiterung von Demenz-Heim

    Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Klage von Anwohnern gegen den Umbau und die geplante Erweiterung eines Demenz-Heimes in Würzburg abgewiesen. Die Kläger wollten verhindern, dass auf einer Grünfläche ein neuer Gebäudetrakt gebaut wird.

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    Einer Gerichtssprecherin zufolge sei die Klage in der mündlichen Verhandlung am Donnerstag zurückgewiesen worden. Die schriftliche Begründung werde in etwa zwei bis drei Wochen vorliegen. Erst dann sei laut der Sprecherin klar, ob das Gericht Rechtsmittel gegen seine Entscheidung zulässt.

    Nachbarn sahen durch Erweiterung Wohnqualität beeinträchtigt

    Die Diakonie als Betreiberin des Demenz-Heimes hatte eine Baugenehmigung für die Modernisierung des Altbaus sowie für einen Erweiterungsbau erhalten. Die Eigentümer eines benachbarten Mehrfamilienhauses hatten sich in der Begründung ihrer Klage vor allem darauf gestützt, dass der Bauantrag der Diakonie unvollständig gewesen sei – die Stadt Würzburg und die Diakonie wiesen das zurück. Darüber hinaus sahen die Anwohner durch die Bebauung des bislang begrünten Innenhofes ihre Wohnqualität beeinträchtigt. Auch diese Kritik teilten Stadt und Diakonie nicht.

    Diakonie: Zahl der Heimplätze wird nicht erhöht

    Die Diakonie vertrat die Ansicht, dass mit dem Umbau und der Erweiterung keine Mehrbelastung für die Nachbarn verbunden sei. Schließlich werde die Zahl der Heimplätze mit der Erweiterung nicht erhöht, sondern bleibe gleich. Im "Matthias-Claudius-Heim" der Diakonie werden 76 Senioren mit Demenz betreut. Es zählt zu den wichtigsten gerontopsychiatrischen Facheinrichtungen im Raum Würzburg.