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Nach zwei Jahren keine Chlorung mehr in Dinkelscherben | BR24

© BR/Anna Klein

Nach zwei Jahren mit gechlortem Wasser können die Dinkelscherber Bürger aufatmen. Heute wird die Chlorung beendet, allerdings muss das Wasser abgekocht werden.

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Nach zwei Jahren keine Chlorung mehr in Dinkelscherben

Zwei Jahre lang musste die Gemeinde Dinkelscherben im Landkreis Augsburg ihr Leitungswasser chloren. Ab heute ist damit nun endlich Schluss – allerdings müssen die Bürger ihr Wasser erstmal wieder abkochen.

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Von
  • Anna Klein
  • Beate Mangold

Blütenpollen hatten vor zwei Jahren den Anstoß gegeben für eine umfassende Sanierung des Wassernetzes in Dinkelscherben. Die Pollen waren im Sommer 2018 in der Brunnenanlage der Gemeinde im Landkreis Augsburg aufgetaucht. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin die Überprüfung des gesamten Wassernetzes angeordnet. Bis zum Ende der Arbeiten musste das Wasser außerdem gechlort werden.

Abkochgebot für zwei Wochen

Ab heute bekommen die Dinkelscherber nun wieder chlorfreies Wasser aus ihren Hähnen. Allerdings müssen sie das Wasser jetzt erstmal wieder abkochen – allerdings nur für rund zwei Wochen. Grund dafür ist der sogenannte Biofilm im Inneren der Wasserrohre. Nach einer so langen Chlorungsphase muss dieser sich wieder einpendeln.

Regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität

Bis das passiert ist, hat die Gemeinde zur Sicherheit ein Abkochgebot ausgesprochen. In den nächsten zwei Wochen wird deshalb die Wasserqualität regelmäßig überprüft, bis das Abkochgebot aufgehoben werden kann.

Schwachstellen im Wassernetz wurden beseitigt

Die letzten zwei Jahre hat die Gemeinde laut Bürgermeister Edgar Kalb genutzt, um viele Schwachstellen im Wasserversorgungsnetz Dinkelscherbens zu beseitigen. Über 200 Totleitungen wurden demnach abgetrennt und Hydranten ersetzt. Die Landwirte haben laut Kalb ihre Viehtränken mit Trennstationen abgesichert und auch Privathaushalte wurden aufgerüstet.

Kosten für die Sanierung tragen die Bürger von Dinkelscherben

Kalb schätzt die Kosten für die Bauarbeiten und Wasserproben auf bis zu eine Million Euro. Diese Kosten werden künftig auf den Wasserpreis umgelegt – bis zu 20 Cent mehr könnte der Kubikmeter nach aktueller Rechnung kosten. Die genaue Höhe der Gebühren legt der Gemeinderat im Dezember fest.