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Nach Wahldebakel: Kohnen fordert Verjüngung der SPD | BR24

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Wahlnachlese beim kleinen Parteitag der Bayern-SPD: Landeschefin Kohnen fordert als Konsequenz aus dem Wahldebakel eine Verjüngung der Partei. Zudem ist für sie ein Ende der Groko unausweichlich, wenn die Union sich beim Thema Miete querstellt.

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Nach Wahldebakel: Kohnen fordert Verjüngung der SPD

Wahlnachlese beim kleinen Parteitag der Bayern-SPD: Landeschefin Kohnen fordert als Konsequenz aus dem Wahldebakel eine Verjüngung der Partei. Zudem ist für sie ein Ende der GroKo unausweichlich, wenn die Union sich beim Thema Miete querstellt.

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Vertrauen zurückgewinnen und die Partei verjüngen: Darauf setzte Landeschefin Natascha Kohnen in ihrer Rede beim kleinen Parteitag der Bayern-SPD in Günzburg. Bei der Landtagswahl vor zwei Wochen war die SPD auf 9,7 Prozent abgestürzt.

Kohnen fordert starke Oppositionsarbeit

Kohnen räumte ein: Es werde ein langer Weg, die Skepsis zu überwinden, die die Menschen den Sozialdemokraten entgegenbringen. Um diese Skepsis abzubauen, fordert Kohnen eine starke Oppositionsarbeit im bayerischen Landtag. Es sei zwar mit diesem Ergebnis schwierig, präsent zu sein, aber:

"Wir werden mit aller Vehemenz unsere Themen vertreten und alles dafür tun, dass die Menschen uns wieder ihr Vertrauen schenken." Natascha Kohnen, Chefin der Bayern-SPD

Kohnen selbst steht nach dem Wahldebakel unter Druck - lautstarke Rücktrittsforderungen gab es in Günzburg aber nicht. Zu Beginn der Aussprache über das Wahlergebnis übernahm Kohnen die Verantwortung dafür, die Bürger nicht überzeugt zu haben: "Ich als Spitzenkandidatin habe es nicht geschafft."

"Es gibt nur eine SPD"

Kohnen appellierte an die Genossen, Landes- und Bundespolitik nicht so sehr voneinander zu trennen: Es gebe nur eine SPD - und die werde derzeit überall schlecht bewertet. Man komme da nur gemeinsam wieder raus. Nun gelte es, unabhängig von der Hessen-Wahl, innerhalb der großen Koalition zu punkten oder sie zu beenden.

Als Beispiel forderte Kohnen eine Verbesserung bei der Rente: "Wenn diese nicht kommen, dann müssen wir die Zusammenarbeit beenden." Gleiches gilt aus Sicht der bayerischen SPD-Chefin, wenn die CDU sich beim sogenannten Mietenstopp querstellt. Die SPD will die Mieten für fünf Jahre einfrieren, so dass sie nur noch gemäß der Inflationsrate steigen dürften.

Kaum Stimmen von jungen Wählern

Einen Grund für das enttäuschende Abschneiden bei der Landtagswahl sieht Kohnen zudem darin, dass die Sozialdemokraten kaum Stimmen von jungen Wählern bekommen haben. Kohnen fordert deshalb eine Verjüngung der Partei: Man müsse dem Nachwuchs mehr Verantwortung ermöglichen, die Jungen müssten das Gesicht der Partei werden.

Zuvor hatte Bundesjustiziministerin Katarina Barley dafür geworben, die Wähler wieder emotionaler anzusprechen. Man müsse den Menschen vermitteln, dass man für sie da sei, sagte die designierte SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl. Beim kleinen Parteitag bestimmte die Bayern-SPD die Rosenheimerin Maria Noichl zu ihrer Spitzenkandidatin.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Die Sozialdemokraten hat sich nach der Wahl ein Abgrund aufgetan, der Frust ist groß, die Ratlosigkeit auch. Trotzdem machen die Genossen ihrer Chefin keinen Vorwurf. Es gab Rückenwind für Natascha Kohnen auf dem kleinen Parteitag in Günzburg.