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Nach Wahl in Thüringen – Spontandemo vor FDP-Büro in Nürnberg | BR24

© Stephan Doll

Protest vor dem FDP-Büro in Nürnberg

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Nach Wahl in Thüringen – Spontandemo vor FDP-Büro in Nürnberg

Zu einer spontanen Demo haben sich gestern Abend rund 200 Menschen vor dem FDP-Büro in Nürnberg versammelt: Sie protestierten gegen die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, bei der die AfD dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich ins Amt verholfen hat.

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Protest vor dem FDP-Büro am Hallplatz in Nürnberg: Rund 200 Menschen haben sich dort am Mittwochabend zu einer spontanen Demonstration versammelt, nachdem die AfD in Thüringen dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich in das Amt des Ministerpräsidenten verholfen hat. Laut Polizei verlief der rund einstündige Protest friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Kritik gegen Vorgehen

Die Nürnberger Allianz gegen Rechtsextremismus kritisiert das Vorgehen in Thüringen scharf – so schreibt der Vorsitzende Stephan Doll in einer Mitteilung: "Die Tatsache, dass gerade der Faschist Björn Höcke mitbestimmt, wer Ministerpräsident wird, stellt einen extremen Tabubruch dar. Die Entscheidung mit der rechtsextremen und völkischen AfD gemeinsam Politik zu machen, ist ein Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland."

Ein Schlag ins Gesicht

Weiter kritisierte Doll, die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen sei für alle Demokratinnen und Demokraten ein Schlag ins Gesicht. Sowohl FDP als auch CDU hätten sich in Thüringen zum Steigbügelhalter der Rechtsextremen gemacht.

Protest auch in Würzburg

Auch in Würzburg gab es eine Spontandemo gegen die Wahl des FDP-Mannes Kemmerich. "Wer hat uns verraten? Freie Demokraten! Wer war mit dabei? Die christliche Partei!" hallte es durch die Würzburger Innenstadt. "Nie wieder Faschismus" oder "No Nazis? No Problems!" stand auf den Plakaten der Demonstranten in der mainfränkischen Metropole.

© BR

Etwa 100 Menschen haben in Würzburg gegen die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen demonstriert. Seine Wahl mit Stimmen der AfD beängstige auch die Menschen in Unterfranken.

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