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Polizeikräfte sichern den Volksfestplatz in Schweinfurt

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    Nach Verbot von Demo - Großaufgebot der Polizei im Einsatz

    In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte die Stadt Schweinfurt eine geplante Demo gegen Corona-Maßnahmen auf dem Volksfestplatz kurzfristig verboten. Trotzdem sicherte ein Großaufgebot der Polizei den Platz am Samstag.

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    Von
    • Ralph Wege
    • Wolfram Hanke

    Nachdem eine Großdemonstration gegen Corona-Maßnahmen in Schweinfurt verboten wurde, hat die Polizei den Samstag über dennoch den ursprünglich geplanten Veranstaltungsort mit einem Großaufgebot gesichert: Zahlreiche Einsatzkräfte waren mit ihren Fahrzeugen auf dem Volksfestplatz. Darüber hinaus standen Polizisten in unmittelbarer Nähe des Platzes. Außerdem waren Einsatzkräfte in der Schweinfurter Innenstadt unter anderem auf dem Marktplatz und in der Nähe des Amtsgerichts verteilt.

    Polizei kontrollierte Zufahrtsstraßen

    Zudem kontrollierte die Polizei Fahrzeuge auf Zufahrtsstraßen nach Schweinfurt. Dazu zählten beispielsweise Straßen von der A 70 und A 71 aus kommend. Wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken Enrico Ball BR24 mitteilte, war die Polizei mit "sehr starken Kräften in Schweinfurt" vertreten. Die seien nach dem Verbotsbescheid über Nacht verstärkt worden. Somit seien Kräfte der Münchner Bereitschaftspolizei angereist. "Auch aus Nürnberg hatten wir Unterstützung der Bereitschaftspolizei", erklärte Ball. "Die operativen Ergänzungsdienste aus Schweinfurt, Würzburg und Aschaffenburg waren ebenso mit im Einsatz". Letztlich sei die Lage aber ruhig geblieben.

    Großaufgebot der Polizei dauerte sieben Stunden

    Die Polizei war zwischen 11 und 18 Uhr vor Ort. "Wir können ein sehr positives Fazit ziehen", sagte Ball. "Vereinzelt sind im Stadtgebiet Versammlungsteilnehmer aufgetaucht, gerade am Volksfestplatz." Sie seien von der der Polizei kontrolliert worden. Dabei seien auch Transparente "im Rahmen der Gefahrenabwehr sichergestellt" worden. Aber auch in diesem Zusammenhang soll alles friedlich geblieben sein. Als Grund für das Verbot der Großkundgebung nannte Ball, dass die Organisatoren die geforderten Corona-Schutzmaßnahmen höchst wahrscheinlich nicht umgesetzt hätten. Zu diesen Bestimmungen zählten Maskenpflicht und zwei Meter Sicherheitsabstand.

    Kritik von der Polizeigewerkschaft

    Laut Ball waren die Organisatoren der Großkundgebung Gegner von Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch hatte die Stadt Schweinfurt die Veranstaltung noch unter Auflagen zugelassen. Dabei beschränkte sie die Teilnehmeranzahl auf 3.400. Grund für die Beschränkung war die hohe 7-Tage-Inzidenz. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte die Stadt Schweinfurt scharf kritisiert, die Demonstration nicht verboten zu haben. "Deutschland trifft sich in Unterfranken", lautete das Motto der geplanten Großdemonstration. Diese sollte am Samstag von 14 bis 19 Uhr auf dem Volksfestplatz in Schweinfurt stattfinden, so Ball. Angemeldet wurde die Kundgebung ursprünglich für 5.000 Teilnehmende.

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