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© Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg
Bildrechte: Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg

Isatou kurz vor der Operation im Kinderkrankenhaus St. Hedwig in Regensburg.

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    Nach Verätzung: Operation schenkt Siebenjähriger neues Leben

    Die Spendenaktion eines Landshuters und das Engagement der Regensburger Hedwigsklinik haben der siebenjährigen Isatou aus Gambia ein neues Leben ermöglicht. Nach einer Speiseröhren-Verätzung kann sie wieder normal essen und trinken.

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    Von
    • Bastian Kellermeier
    • BR24 Redaktion

    Die siebenjährige Isatou Cham aus Gambia kann seit ihrem dritten Lebensjahr keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen, weil ihr eine ätzende Lauge die Speiseröhre stark verletzt hatte. Eine Spendenaktion in Niederbayern und die Kooperation mit der Regensburger Kinderklinik St. Hedwig ermöglichten Isatou durch eine Operation ein Leben ohne Magensonde, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg.

    Niederbayer ruft Spendenaktion ins Leben

    Die Hilfsaktion für das Mädchen nahm ihren Anfang in Landshut: Isatous Onkel Sainey arbeitet als Geselle in einem Raumausstattungsbetrieb im Landkreis. Der Geschäftsführer des Betriebs erfuhr vom Schicksal des Mädchens, ihrer schlecht sitzenden, schmerzhaften Magensonde und startete eine Spendenaktion für die teure Behandlung.

    Kooperation mit Kinderklinik kommt zustande

    Nach mehr als 1.200 Mails und einem Zeitungsartikel meldete sich die Klinik St. Hedwig in Regensburg. Durch die Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus und den gesammelten Spenden durch die Caritas und der Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" konnten die Kosten für die nötige Operation gedeckt werden.

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    Isatou mit ihrem Vater und dem Ärzte-Team in der Klinik St. Hedwig.

    Isatou wurde schließlich im Dezember 2020 in der Kinderklinik operiert. Die schmerzhafte Magensonde wurde bis zur Operation durch eine neue ersetzt. Da das Mädchen die letzten Jahre den größten Teil über die Magensonde ernährt wurde, musste es nach der Operation wieder selbstständig essen und schlucken lernen.

    Ärzte sind "zuversichtlich, dass alles weiterhin positiv verläuft"

    Wann Isatou wieder in ihre Heimat Gambia reisen kann hängt laut Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderorthopädie Christian Knorr von den derzeitigen Kontrolluntersuchungen ab. Das Mädchen habe sich aber gut erholt und die Ärzte seien "zuversichtlich, dass alles weiterhin positiv verläuft".

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