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Nach US-Wahl: Oberpfalz hofft auf Kehrtwende bei Truppenabzug | BR24

© Timm Schamberger/dpa

Nach bisherigen Plänen sollen alleine 4.500 Soldaten und 9.000 Familienangehörige aus Vilseck abgezogen werden.

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    Nach US-Wahl: Oberpfalz hofft auf Kehrtwende bei Truppenabzug

    Im Sommer hatte der noch amtierende US-Präsident Trump den Abzug von 4.500 Soldaten aus Vilseck angekündigt. Jetzt wurde er abgewählt - und in der Oberpfalz wächst die Hoffnung, dass die amerikanischen Truppen doch in der Region bleiben.

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    • BR24 Redaktion

    Nach der Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten wächst in der Oberpfalz die Hoffnung, dass die amerikanischen Truppen nicht aus der Region abgezogen werden. "Ich hoffe, das der bisherige Zustand erhalten bleibt", sagt Hans-Martin Schertl, Bürgermeister von Vilseck (Lkr. Amberg-Sulzbach).

    Größter Standort der US-Armee in Europa

    Die Kleinstadt wäre von dem Truppenabzug, den der noch amtierende US-Präsident Donald Trump im Juni angekündigte hatte, besonders betroffen. Den Plänen nach sollen Tausende Soldaten aus Deutschland verlegt werden, alleine 4.500 Soldaten und 9.000 Familienangehörige aus Vilseck am Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

    Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gilt als europaweit größter Standort der US-Armee und ist in der Region ein bedeutender Arbeitgeber für Zivilisten und ein Wirtschaftsfaktor für Handwerk, Baugewerbe, Einzelhandel und Gastronomie. Somit wäre der Verlust der Soldaten und ihrerer Familien für die Oberpfalz ein schwerer Schlag - sowohl in wirtschaftlicher wie in kultureller und zwischenmenschlicher Hinsicht.

    Bürgermeister will Neuanfang

    Die Soldaten seien seit Jahrzehnten in der Region verwurzelt, sagte Schertl. Er setzt auf einen Neuanfang bei den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Wirklich vorstellen könne er sich den Abzug der Soldaten nicht. Die US-Army habe immer wieder enorme Summen in den Standort investiert. "Unser Wunsch ist es, den US-Soldaten hier fern ihrer Heimat weiterhin eine Heimat geben zu können", so Schertl.

    Trump hatte den Abzug eines Drittels der rund 36.000 US-Soldaten in Deutschland Mitte Juni angekündigt und ihn mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet.

    Aiwanger fordert Planungssicherheit

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von einem neuen US-Präsidenten mehr Planungssicherheit. Für US-Standortkommunen wie Grafenwöhr sei die weitere Entwicklung um den geplanten Truppenabzug von großer Bedeutung. "Wir müssen uns auch hier künftig mehr auf eigene Beine stellen und unsere Abhängigkeit verringern", erklärte Aiwanger.

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