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Bayern

Nach Unwetter in Regensburg: Kreuzblume von Domturm gestürzt | BR24

© BR/Marcel Kehrer

Nach dem Absturz eines Bauteils in 80 Metern Höhe ist die Fassade des Regensburger Doms auch gestern noch von Fachleuten untersucht worden.

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    Nach Unwetter in Regensburg: Kreuzblume von Domturm gestürzt

    Eine Kreuzblume von einer der acht Fialturmspitzen an einem der Regensburger Domtürme ist aus 80 Metern Höhe in ein Hängegerüst abgestürzt. Das teilte das Staatliche Bauamt mit. Die Dombauhütte führt derzeit umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durch.

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    Nach dem schweren Unwetter von Anfang Juli hat die Regensburger Dombauhütte einen Schaden an einer Fialturmspitze in 80 Metern Höhe festgestellt. Wie das Staatliche Bauamt jetzt mitteilte, ist ein steinernes Bauelement aus 80 Metern Höhe abgestürzt.

    Schwache Verklammerung war Ursache

    Der Sturm habe mit Windstärke neun eine Kreuzblume am Südturm abgebrochen, so das Staatliche Bauamt. Das Element sei von einem derzeit vorhandenen Hängegerüst aufgefangen worden. Grund für den Bruch sei eine spezielle Verklammerung der einzelnen Steine aus den 1910er oder 1950er Jahren, die den Querschnitt der Steine schwäche.

    Kein Risiko, trotzdem Sicherungsmaßnahmen

    Von den restlichen sieben Fialtürmen gehe aber kein Risiko aus, laut den Experten der Dombauhütte. Die seit August 2015 bestehende Teilsperrung und das Gerüst am Turm bleiben bestehen. Allerdings werde zur Sicherung des Turmes bis Ende der Woche über Ausleger ein Schutzgerüst am Südturm angebracht. Im Anschluss sollen drei Fialtürme sowie zwei Kreuzblumen abgebaut werden, um deren Verklammerungen zu überprüfen. Danach sollen die restlichen Fialtürme überprüft werden. Außerdem wurden die West- und die Südfassade in den unteren Bereichen des Südturms mit einer Hubarbeitsbühne untersucht.