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Nach Unwetter in Mittelfranken: Aufräumarbeiten laufen | BR24

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Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100km/h, Hagel und starker Regen haben Nordbayern schwer getroffen. Vor allem über der Stadt Roth tobte ein Wirbelwind, der unter anderem Dächer abräumte und Bäume zum Einstürzen brachte.

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Nach Unwetter in Mittelfranken: Aufräumarbeiten laufen

Nach dem Unwetter vom Sonntag laufen in Mittelfranken die Aufräumarbeiten. Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Treuchtlingen bleibt gesperrt. Hier waren rund 400 Menschen in einem ICE festgesessen. In Nürnberg wurde das Stadionbad geschlossen.

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Am Tag nach dem Unwetter in Mittelfranken sind die Spuren noch immer zu sehen: Vielerorts sind die Aufräumarbeiten im Gange. Auf der Bahnstrecke von Nürnberg nach Treuchtlingen müssen nach wie vor Bäume von den Gleisen geschafft werden. Die Strecke bleibt voraussichtlich bis Dienstagmittag gesperrt. Dort war bei Georgensgemünd (Lkr. Roth) nach einem Oberleitungschaden durch umgestürzte Bäume ein ICE liegengeblieben. Rund 400 Fahrgäste saßen über Stunden fest und konnten erst nach Mitternacht mit Ersatzbussen ihre Reise fortsetzen.

Stadionbad in Nürnberg gesperrt

In Nürnberg bleibt das Stadionbad bis mindestens Donnerstag (22.08.19). Im gesamten Stadtgebiet sind nach Angaben der Stadt Baumkontrolleure unterwegs, um Bäume auf Sturmschäden zu untersuchen. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) beseitigt die Sturmschäden. Durch die Aufräumarbeiten kann es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. Auch Grünanlagen müssen teils gesperrt werden.

Pappel fiel auf Wohnhaus

Das Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel hatte laut Feuerwehr vor allem im südlichen Stadtgebiet von Nürnberg ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Im Stadtteil Röthenbach etwa stürzte eine über 20 Meter hohe tonnenschwere Pappel auf das Dach eines Mehrfamilienhauses. Für die Bergung war ein 50 Tonnen- Autokran im Einsatz. In der Nopitschstraße riss der Wind das Blechdach eines Discounters auf. Die Bayernstraße, sowie die Oelser Straße und die Hans-Kalb-Straße mussten zeitweise komplett gesperrt werden.

Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume in Roth

Im Raum Roth wütete das Unwetter besonders heftig. Zahlreiche Dächer wurden hier abgedeckt, Bäume stürzten um. Augenzeugen berichteten, dass sie ein solches Unwetter noch nicht erlebt hätten. Insgesamt mussten Polizei und Feuerwehr in Mittelfranken zu 230 Einsätzen ausrücken. Verletzt wurde bei dem Unwetter nach bisheriger Kenntnis niemand. Wie hoch der Sachschaden ist, ist noch nicht abzusehen.