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Bartgeier-Weibchen Bavaria

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    Bartgeier nach Unwetter im Berchtesgadener Land putzmunter

    Die beiden ausgewilderten Bartgeier Wally und Bavaria haben das Unwetter mit Starkregen und Sturzbächen im Berchtesgadener Land gut überstanden. Die Experten vom Nationalpark machten sich zwischenzeitlich große Sorgen um die Jungvögel.

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    Von
    • Christine Haberlander

    Die Unwetter im Berchtesgadener Land haben teils schwere Schäden hinterlassen - auch im dortigen Nationalpark. Die gute Nachricht: Die beiden Bartgeier Wally und Bavaria haben alles gut überstanden. Vogelexperten hatten sich Sorgen um die beiden berühmten Parkbewohner gemacht – jetzt wurden sie aber putzmunter in einer Felsnische gesichtet.

    Feuerprobe für die Jungvögel

    "Es war eine Feuerprobe" für die Bartgeier-Weibchen, aber sie haben das richtige Verhalten bei so einem Extremwetter in den Genen", sagt eine Sprecherin des Nationalparks auf Anfrage zum BR. Während des Unwetters müssen sich Wally und Bavaria irgendwo verkrochen haben. Wo genau, weiß niemand.

    Am Dienstag wurden beide Bartgeier putzmunter zusammen in ihrer Auswilderungsnische im Fels gesichtet. Die beiden Großvögel haben auch beim Fliegen ziemliche Fortschritte gemacht: Sie können aus dem Stand aufsteigen, Kurven fliegen und auch wieder sicher landen.

    Internationales Wiederansiedelungsprojekt für Bartgeier

    Das Auswilderungsprojekt im Nationalpark Berchtesgaden soll dafür sorgen, dass es künftig wieder mehr Bartgeier in den Ostalpen gibt. Dazu will der LBV in Kooperation mit dem Nationalpark und dem Tiergarten Nürnberg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den kommenden Jahren jeweils zwei bis drei Jungvögel im Klausbachtal freilassen.

    Am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Bartgeier beteiligen sich rund 40 spezialisierte Zoos und Zuchtstationen. Es handelt sich um ein internationales Wiederansiedlungsprojekt. Heute schätzt man den Bartgeierbestand im gesamten Alpenraum auf rund 300 Tiere.

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