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Nach Unfallflucht in Aschau: Mutmaßlicher Fahrer festgenommen | BR24

© picture alliance / Stefan Puchner/dpa

Blaulicht einer Polizei

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    Nach Unfallflucht in Aschau: Mutmaßlicher Fahrer festgenommen

    Die Polizei hat den mutmaßlichen Fahrer des Unfallautos von Aschau im Chiemgau gefasst. Bei dem Unfall am Sonntag war eine 23-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Täter war zunächst geflüchtet.

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    Die Staatsanwaltschaft und Polizei in Rosenheim melden einen schnellen Ermittlungserfolg: Nur einen Tag nach dem tödlichen Unfall wurden der mutmaßliche Fahrer des flüchtigen Wagens festgenommen und das Tatfahrzeug sichergestellt. Auch gegen zwei Mitfahrer im Auto werden Ermittlungen geführt. Gegen den tatverdächtigen 27-Jährigen wurde vom Ermittlungsrichter Haftbefehl erlassen.

    Ein an der Unfallstelle sichergestelltes Fahrzeugteil führte noch am Sonntag zur Überprüfung von rund 80 Fahrzeugen der Marke VW Golf, Typ VI. Großflächig wurde am Unfallort der Schnee von der Fahrbahn abgetragen und eingelagert, um später noch kleinste Beweisstücke daraus sondieren zu können. Den entscheidenden Schritt brachten Auswertungen verschiedener Videokameras. Sie führten die Kripo zu drei Menschen, die in der Nacht auf Sonntag ebenfalls Gäste in dem Club in Hohenaschau waren, in dem sich auch das Unfallopfer und ihr Begleiter aufgehalten haben.

    Mitfahrerin meldet sich bei Polizei

    Die drei wurden am Montag festgenommen. Ein 22-Jähriger und eine 23-Jährige saßen zur Unfallzeit als Mitfahrer im Golf. Gegen sie besteht der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung und der versuchten Strafvereitelung. Sie wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

    Die 23-jährige Mitfahrerin hatte zuvor bei der Polizei angerufen und mitgeteilt, dass am VW Golf, dessen Halter ihr Vater ist, das in den Medien gezeigte Fahrzeugteil fehlt.

    Verdacht der fahrlässigen Tötung und Unfallflucht

    Gegen den mutmaßlichen Fahrer, einen 27-Jährigen, stellte die Staatsanwaltschaft Traunstein einen Haftantrag. Gegen den Mann besteht der Verdacht des versuchten Totschlags durch Unterlassen, der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Mann hat bereits eingeräumt, dass er zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß.