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Nach tödlichem Hubschrauber-Unfall - Strafbefehl für Piloten | BR24

© BR-Studio Mainfranken/Marco Gilly

Bundeswehrhubschrauber kollidiert mit Tower

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    Nach tödlichem Hubschrauber-Unfall - Strafbefehl für Piloten

    Das Amtsgericht Haßfurt hat gegen einen Bundeswehr-Hubschrauberpiloten einen Strafbefehl erlassen. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Bei einem Unfall mit seinem Hubschrauber wurde ein 60-jähriger Mann tödlich verletzt.

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    Das Amtsgericht Haßfurt hat den 42-jährigen Soldat zu einer Geldstrafe in Höhe von 13.500 Euro verurteilt. Im April vergangenen Jahres war er mit einem Transporthubschrauber auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt zu nah ans Towergebäude gerollt und streifte mit den Rotorblättern das Gebäude. Dabei kam ein 60-jähriger Mitarbeiter ums Leben. Der Mann war von umherfliegenden Teilen getroffen und dabei tödlich verletzt worden.

    Besser geeignete Hubschrauber-Landeplätze

    Der Bundeswehr-Hubschrauberpilot war mit seiner Besatzung vom Fliegerhorst Manching mit dem Flugziel Diepholz gestartet. Am Verkehrslandesplatz Haßfurt-Schweinfurt wollte er einen Tankstopp einlegen. Aus Sicht der Ermittler hätten auf dem Flugweg vier alternative Flugplätze gelegen, die für die Betankung des großen Transporterhubschraubers besser geeignet gewesen wären. Als der verantwortliche Hubschrauberpilot den Helikopter zum Auftanken rollen ließ, habe er einem geparkten Flugzeug ausweichen müssen und dabei den nötigen Sicherheitsabstand zum Tower unterschritten.

    Staatsanwaltschaft: Kollision wäre vermeidbar gewesen

    Die Staatsanwaltschaft Bamberg geht davon aus, dass der Pilot mit der "gebotenen Sorgfalt als Luftfahrzeugführer" die Kollision und damit den Tod des 60-Jährigen hätte vermeiden können. Das Ermittlungsverfahren gegen einen Bordmechaniker wurde eingestellt. Der Mann habe an seiner Position im Hubschrauber die drohende Kollision nicht erkennen können, hieß es von der Staatsanwaltschaft Bamberg.