BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Nach tödlichem Bahnunfall: Unterführung oder Busse gefordert | BR24

© BR/Harald Mitterer
Bildrechte: BR/Harald Mitterer

Der Bahnübergang in Bruckberg, an dem Mitte Oktober zwei Schüler von einem Zug erfasst und getötet worden waren

Per Mail sharen

    Nach tödlichem Bahnunfall: Unterführung oder Busse gefordert

    Nach dem Bahnunfall mit zwei getöteten Schülern Mitte Oktober in Bruckberg bei Landshut fordern Politiker mehr Sicherheit am Bahnübergang. Dabei sind eine Über- oder Unterführung und eine besserer ÖPNV-Verbindung im Gespräch.

    Per Mail sharen
    Von
    • Harald Mitterer
    • BR24 Redaktion

    Der tödliche Bahnunfall am 13. Oktober in Bruckberg bei Landshut soll nicht folgenlos bleiben. Man müsse den Bahnübergang sicherer machen, fordern Politiker. Im Gespräch sind eine Straßenverlegung und bessere ÖPNV-Anbindungen an Landshut.

    Steinberger und Radlmeier an der Unglücksstelle

    Die Grünen-Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger aus Landshut regte bei einer Besichtigung der Unglücksstelle eine bessere Busverbindung zwischen der niederbayerischen Bezirkshauptstadt und Bruckberg an. Sie wisse um das Doppelverbindungsverbot, das eine parallele Führung von Bus und Zug verbiete. Aber vielleicht gibt es Möglichkeiten für eine Ausnahmegenehmigung, so Steinberger.

    Generell könnte die Verbindung nach Landshut besser sein, bestätigte der Bürgermeister von Bruckberg, Rudolf Radlmeier (FW). Er fände eine Über- oder Unterführung am Bahnübergang in Bruckberg am besten. Schon lange diskutiere man eine Straßenverlegung, die eine größere Umbaumaßnahme ermöglichen würde. Auch Steinberger berichtet, dass sie sich deshalb schon an den Beauftragten der Bahn in Bayern gewandt habe.

    © Wahlkreisbüro Rosi Steinberger
    Bildrechte: Wahlkreisbüro Rosi Steinberger

    Die Politiker Rosi Steinberger und Rudolf Radlmeier am Bahnübergang in Bruckberg

    Schranken am Bahnübergang oft geschlossen

    Von Bruckberger Bürgern will die Grünen-Politikerin erzählt bekommen haben, dass immer wieder Schülerinnen und Schüler oder sogar Erwachsene trotz geschlossener Schranken über die Gleise laufen würden. Die Krux sei, dass es gerade in den Morgenstunden viele Züge gebe, die in Richtung München fahren, sagt Bürgermeister Radlmeier. Deshalb seien die Schranken so oft geschlossen, dass man immer nur kurze Zeitfenster habe, um auf die andere Seite der Gleise zu kommen. Und dort stehe der Nahverkehrszug nach Landshut, den gerade die Schülerinnen und Schüler erwischen müssen.

    Brüder verunglücken an Bahnübergang Bruckberg tödlich

    Bei dem Unfall Mitte Oktober sind zwei 13 und 17 Jahre alte Brüder ums Leben gekommen. Sie hatten am Bahnhof Bruckberg trotz geschlossener Schranke die Gleise überqueren wollen, um die am Bahnsteig wartende Regionalbahn zur Schule zu erreichen. Dabei wurden sie von einem durchfahrenden Zug nach München erfasst. Die Ermittler gehen nach Polizeiangaben von einem Unfall ohne Fremdverschulden aus.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!