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Landgericht Nürnberg-Fürth

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    Nach Terrorplanungen: Angeklagter geht gegen Urteil vor

    Er hatte sich über den Anschlag in Halle und über den Bau von Sprengsätzen informiert und besorgte sich den Nachbau eines Sturmgewehrs im Internet. Wegen Terrorplanungen wurde ein 23-Jähriger verurteilt. Das will er aber nicht akzeptieren.

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    Von
    • Andi Ebert

    Ein 23-Jährige war Anfang Dezember vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu zwei Jahren Haft wegen der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt worden. Die Anwälte des Mannes hatten zuvor einen Freispruch gefordert. Das Gericht sah es allerdings als erwiesen an, dass der Mann aus dem Landkreis Cham eindeutige Anschlagspläne im Internet geäußert hatte.

    Das Urteil gegen einen 23-jährigen Mann, der im Landkreis Cham einen Anschlag geplant hatte, beschäftigt im kommenden Jahr den Bundesgerichtshof. Wie der Gerichtssprecher des Landgerichts in Nürnberg, Friedrich Weitner, dem BR auf Anfrage bestätigte, hat der Mann Revision gegen das Urteil eingelegt.

    Anschlag an "Ort der Andacht"

    Nach Ansicht der Kammer war der Mann entschlossen, einen Anschlag an einem "Ort der Andacht" zu verüben. Er besorgte sich im Internet den Nachbau eines Sturmgewehrs und informierte sich ausführlich über den Anschlag auf die Synagoge in Halle. Auch über den Bau von Sprengsätzen hatte sich der 23-Jährige im Internet informiert, ermittelte die Generalstaatsanwaltschaft München.

    In einem Chat der rechtsextremen "Feuerkrieg Division" äußerte der Angeklagte, dass der Attentäter von Halle versagt hätte, so der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Eine konkrete Gefährdungssituation bei seiner Verhaftung habe aber nicht bestanden, so das Gericht.

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