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Nach Terror von Halle: Söder besucht Nürnberger Synagoge | BR24

© BR/Christine Kerler

Nach dem Terrorakt von Halle und dem versuchten Anschlag auf die dortige jüdische Synagoge besucht Markus Söder heute Mittag die Israelitische Kultusgemeinde in Nürnberg. Am Abend sind im ganzen Freistaat Menschenketten geplant.

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Nach Terror von Halle: Söder besucht Nürnberger Synagoge

Nach dem Terrorakt von Halle und dem versuchten Anschlag auf die dortige jüdische Synagoge besucht Markus Söder heute Mittag die Israelitische Kultusgemeinde in Nürnberg. Am Abend sind im ganzen Freistaat Menschenketten geplant.

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Bei Markus Söders Besuch in Nürnberg soll es vor allem um die Sicherheitslage von jüdischen Einrichtungen und Synagogen gehen. Dazu wolle er mit Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde, mit Oberbürgermeister Ulrich Maly und Mittelfrankens Polizeipräsident Roman Fertinger Gespräche führen, so die Bayerische Staatskanzlei. Anschließend werden Söder und Maly die Nürnberger Synagoge besuchen.

Solidaritätsaktion in Nürnberg

In Nürnberg lädt die Allianz gegen Rechtsextremismus der Metropolregion Nürnberg zusammen mit der Bürgerinitiative für Menschenrechte Mittelfranken am Freitag (11.10.19) zu einer großen Solidaritätsaktion in Nürnberg ein. Dabei wollen die Organisatoren ein Zeichen setzen und jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Anteilnahme demonstrieren. Ein Teil der Veranstaltung wird eine Lichterkette durch die Stadt sein. Die Veranstaltung findet ab 17:30 Uhr in Nürnberg an der Ecke Kilianstraße/Arno-Hamburger-Straße statt. Oberbürgermeister Ullrich Maly, Stadtdekan Jürgen Körnlein, Regionalbischof Stefan Ark Nitsche und die türkische Gemeinde der Metropolregion Nürnberg kündigten an, zu der Aktion zu kommen.

Menschenketten im gesamten Freistaat

In ganz Bayern ruft das "Bündnis für Toleranz" die Menschen dazu auf, am Abend Menschenketten rund um die Synagogen zu bilden.

In Straubing etwa lädt das Bündnis "Wir sind bunt" am Abend zu einer Aktion gegen Antisemitismus ein: Ab 18 Uhr soll eine Lichterkette rund um die Synagoge in der Wittelsbacher Straße gebildet werden. Um 19:00 Uhr beginnt in der Synagoge das Gebet zum Beginn des Schabbat. Um diese Zeit werden auch die Glocken der christlichen Kirchen in Straubing läuten.

"Wo immer Anschläge auf Menschen wegen ihrer religiösen, politischen Überzeugungen oder Lebenseinstellungen verübt werden, müssen wir aufstehen und unsere Solidarität beweisen: Wir stehen auf gegen Antisemitismus!“ Straubinger Bündnis "Wir sind bunt"

Heinrich Bedford-Strohm: "Zeichen setzen gegen Antisemitismus"

Als Sprecher des "Bayerischen Bündnisses für Toleranz" ruft der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zur Teilnahme an den Menschenketten auf.

"Setzen Sie ein Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und Menschenverachtung und beteiligen Sie sich bei den Menschenketten um die Synagogen - auch in Bayern." Heinrich Bedford-Strohm, evangelischer Landesbischof

Das Bündnis wurde nach dem vereitelten Attentat bei der Grundsteinlegung der Münchner Synagoge im Jahr 2003 gegründet.

Hunderte Teilnehmer bei Gedenkveranstaltungen am Donnerstag

Bereits gestern Abend hatte es Gedenkveranstaltungen gegeben. Mehr als 500 Menschen haben in Bayern nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle der Opfer gedacht. In Regensburg versammelten sich am Donnerstagabend nach Polizeiangaben rund 250 Menschen zu einer Mahnwache vor der jüdischen Gemeinde.

In München kamen mehr als 300 Menschen zu einem Friedensgebet an der Synagoge zusammen. Die Teilnehmer hatten Kerzen in ihren Händen und hielten eine Schweigeminute ab.

© BR

Mehr als 500 Menschen haben in Bayern nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale der Opfer gedacht. In München kamen mehr als 300 Menschen zu einem Friedensgebet an der Synagoge zusammen.