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Nahaufnahme eines Tasers
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Inga Pflug
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Nahaufnahme eines Tasers

Bei der Obduktion des 43-Jährigen war "keine fassbare Todesursache" festzustellen, sagte Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke dem Bayerischen Rundfunk. Es bestehe aber weiterhin der Verdacht einer Vergiftung. Daher sei nun ein chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben worden.

Taser sichergestellt

Rein vorsorglich sei außerdem der Taser sichergestellt und untersucht worden, den die Beamten bei dem Einsatz verwendet hatten, so Gabriels-Gorsolke. Es gebe aktuell jedoch keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden. "Alles ist offen", so die Oberstaatsanwältin.

Randale in Gostenhof

Der 43-Jährige hatte am Montag (22.10.18) im Nürnberger Stadtteil Gostenhof durch Randale für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Er war im Krankenhaus gestorben, nachdem ein Spezialeinsatzkommando der Polizei ihn mit einem Taser außer Gefecht gesetzt und ein Notarzt ihn ruhiggestellt hatte.

Verdacht auf Drogenkonsum

Er hatte sich den Ermittlern zufolge bei dem Einsatz äußert aggressiv gezeigt. Laut Polizei gab es Hinweise, dass der Mann unter Drogen stand. Bis das chemisch-toxikologische Gutachten vorliegt, kann es der Sprecherin der Staatsanwaltschaft zufolge einige Wochen dauern.