Ein mutmaßlicher Schleuser verursachte bei der Flucht einen schweren Unfall.
Bildrechte: Bundespolizeiinspektion Waidhaus

Ein mutmaßlicher Schleuser verursachte bei der Flucht einen schweren Unfall.

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Nach schwerem Unfall: Mutmaßlicher Schleuser gefasst

Der mutmaßliche Schleuser, der bei Leuchtenberg nach einem schweren Unfall mit fünf Verletzten geflüchtet war, konnte von der Polizei gefasst werden. Ein Bürger, bei dem der Flüchtige geklingelt hatte, hatte die Polizei gerufen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Der mutmaßliche Schleuser, der am Sonntag bei Leuchtenberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab nach einem schweren Unfall zu Fuß weitergeflüchtet ist, konnte aufgrund eines Zeugenhinweises von der Polizei gefasst werden, das hat der Pressesprecher der Bundespolizei Waidhaus am Montag auf BR-Anfrage mitgeteilt.

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Fünf Menschen zum Teil schwer verletzt

Der 20-jährige Georgier hatte bei einem Anwohner geklingelt und wollte sein Handy aufladen. Der Bürger informierte daraufhin die Polizei über den Notruf 110, sodass der mutmaßliche Schleuser schließlich durch Waidhauser Bundespolizisten festgenommen werden konnte. Er war barfuß, stark verschmutzt und leicht verletzt, so ein Sprecher. Die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen hinsichtlich der Einschleusung aufgenommen. Der Mann wird im Laufe des Montags dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen Schleuser handeln könnte. Die fünf Insassen in seinem Auto stammen wohl aus der Türkei. Der Wagen hatte eine polnische Zulassung.

Fahrer flüchtete vor der Polizei

Der 20-Jährige war vor einer Zollkontrolle geflüchtet und dabei mit dem Auto von der Fahrbahn abgekommen. Der Pkw überschlug sich und landete auf dem Dach in einem Waldstück bei Leuchtenberg. Die fünf verletzten Insassen im Auto konnten von Einsatzkräften rettet werden. Sie sind zum Teil schwerverletzt und waren mit Rettungshubschraubern und Rettungstransportwagen in umliegende Kliniken gebracht worden. Wie die Bundespolizei nun mitteilt, handelt es sich bei den verletzten Insassen um zwei Frauen im Alter von 28 und 39 Jahren, eine weibliche Jugendliche im Alter von 15 und zwei Kinder (männlich, 10 und 13 Jahre alt). Wie es ihnen derzeit geht, konnte ein Polizeisprecher am Montag nicht sagen.

Bei der Rettungsaktion waren insgesamt drei Hubschrauber, 60 Feuerwehrleute und 30 Mitglieder des BRK im Einsatz. Aufgrund der starken Belastung durch diesen Einsatz wurde ein psychologisches Betreuungsteam angefordert. Ein Gutachter soll die genaue Unfallursache herausfinden.

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