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Nach Schalte mit der Kanzlerin: Hof nimmt Moria-Flüchtlinge auf | BR24

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Eva Döhla hat als einzige fränkische Bürgermeisterin an einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel über die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria teilgenommen.

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Nach Schalte mit der Kanzlerin: Hof nimmt Moria-Flüchtlinge auf

Als einziges fränkisches Stadtoberhaupt hat Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) an einer Konferenzschalte mit der Bundeskanzlerin teilgenommen. Nach dem Gespräch steht nun fest: Die Stadt Hof nimmt Flüchtlinge aus dem griechischen Moria auf.

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Anfang nächsten Jahres sollen Flüchtlinge aus dem griechischen Flüchtlingscamp Moria auf deutsche Städte verteilt werden – darunter auch Hof. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit etwa 20 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern aus ganz Deutschland.

Oberbürgermeisterin Döhla einzige Fränkin

Als einzige fränkische Rathaus-Chefin hat die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) an der Videoschalte teilgenommen. Aus Bayern waren noch Augsburg und München zugeschaltet. Der Hofer Stadtrat hatte im Sommer, wie viele andere deutsche Stadtparlamente, mit großer Mehrheit die Aufnahme-Bereitschaft von Flüchtlingen aus dem niedergebrannten Lager Moria signalisiert. "Wir haben beschlossen, in Hof Kinder, Jugendliche und Familien aufzunehmen", so Döhla im BR-Gespräch.

Schalte mit Bundeskanzlerin lässt Frage offen

Wie viele Flüchtlinge genau auf einzelne Städte verteilt werden sollen, sei in der Schalte allerdings noch nicht besprochen worden, sagte Döhla. Insgesamt sei für ganz Deutschland momentan die Aufnahme von etwa 1.500 Menschen im Gespräch. Die ersten von ihnen sind bereits Mitte Oktober in Hannover angekommen.

Angela Merkel legt Fokus auf "besonders bedürftige Flüchtlinge"

Laut Döhla habe die Bundeskanzlerin in der Konferenzschalte auch betont, dass sich Deutschland angesichts der begrenzten finanziellen Mittel auf die Hilfe für besonders bedürftige Flüchtlinge konzentrieren werde. Außerdem habe die Kanzlerin das Engagement der deutschen Kommunen gewürdigt, gleichzeitig aber auch unterstrichen, dass die Flüchtlingspolitik auf Bundes- und europäischer Ebene bearbeitet und gelöst werden müsse.

Über das Auswahlverfahren der Konferenzgäste für dieses Gespräch liegen keine weiteren Informationen vor. Döhla sagt, sie habe eine schriftliche Einladung erhalten, in der ihr angeboten wurde, an dem Termin teilzunehmen.

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Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla schildert die Erkenntnisse nach der Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel.

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