| BR24

 
 

Bild

Dom auf Herrenchiemsee
© BR
© BR

Dom auf Herrenchiemsee

Das teilweise defekte Deckengemälde des nicht öffentlich zugänglichen Domgewölbes des Inseldoms auf der Insel Herrenchiemsee.

Das teilweise defekte Deckengemälde des nicht öffentlich zugänglichen Domgewölbes des Inseldoms auf der Insel Herrenchiemsee.

Seit mehr als 100 Jahren steht der Inseldom auf Herrenchiemsee leer. Nun soll er saniert werden. Der Haushaltsausschuss des Landtags erteilte nun seine Zustimmung, wie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) mitteilte.

2,1 Millionen Euro für die Sanierung des Inseldoms

Der Freistaat investiert laut Füracker rund 2,1 Millionen Euro in Sanierungs- und Erschließungsmaßnahmen. Das ehemalige Kirchengebäude, das später zu einer Brauerei umgebaut wurde, wird seit 1917 nicht mehr genutzt. Nun soll der Inseldom als Museum umgebaut werden. "Das historische Kulturgut gehört zu unserer Heimat Bayern", sagte Füracker.

Nach der Sanierung sind während der Sommersaison von Mai bis Oktober Gruppenführungen geplant. Dafür werden Stahlstege und eine Plattformkonstruktion eingebaut. Für die Barrierefreiheit soll ein Aufzug eingebaut werden. Ein Eröffnungstermin wurde noch nicht genannt.

Herrenchiemsee zählt zu ältesten Klosteranlagen nördlich der Alpen

Das ehemalige Kloster Herrenchiemsee ist eine der ältesten Klosteranlagen nördlich der Alpen. Der Inseldom wurde um 1130 als Kirche des Augustinerchorherrenstifts errichtet. Ab 1215 diente das Gotteshaus auch als Kathedrale der Bischöfe des Bistums Chiemsee. Von 1676 bis 1679 wurde die Domstiftskirche durch den Graubündner Barockbaumeister Lorenzo Sciasca weitgehend neu erbaut.