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Nach Säureanschlag: Passauer Burschenschaft erstattet Anzeige | BR24

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Das Treppenhaus des Passauer Wohnhauses, in dem die Markomannia ihren Sitz hat.

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    Nach Säureanschlag: Passauer Burschenschaft erstattet Anzeige

    Nach dem Buttersäureanschlag auf ein Wohnhaus in Passau, in dem die Burschenschaft Markomannia ihren Sitz hat, wurde Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Staatsschutz ermittelt auch, da eine politisch motivierte Tat vermutet wird.

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    Nach dem Buttersäureanschlag vergangene Woche auf ein Wohnhaus in Passau haben Vertreter der vom Verfassungsschutz beobachteten Burschenschaft Markomannia Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Das bestätigte Alexander Salomon, ein Sprecher von Markomannia, dem BR. Laut Salomon gebe es bislang keine konkreten Hinweise auf die Täter, allerdings vermutet die Burschenschaft Personen aus dem linken Milieu.

    Staatsschutz ermittelt wegen vermutlich politisch motivierter Tat

    Der Staatsschutz der Kripo Passau ermittelt in dem Fall, denn die Burschenschaft Markomannia mit Sitz in Passau und Deggendorf könnte tatsächlich Opfer einer politisch motivierten Tat gewesen sein. Wie bereits Anfang November berichtet, wird die Burschenschaft vom Bayerischen Verfassungsschutz beobachtet. Sie soll demnach enge Verbindungen zur rechtsextremen Szene haben. Außerdem seien führende Mitglieder der Jungen Alternative, der Jugendorganisation der AfD, in der Markomannia aktiv, heißt es.

    Schlagzeilen wegen Gedenkstein

    Zuletzt war die Markomannia in die Schlagzeilen geraten, weil Mitglieder für die Errichtung eines umstrittenen Gedenksteins in Polen gespendet hatten, mit dem an deutsche Soldaten und an Selbstschutz- und Freikorpskämpfer erinnert wird. Diese Selbstschutz- und Freikorpskämpfer sollen im Zweiten Weltkrieg für die Ermordung Zehntausender Polen und Juden verantwortlich gewesen sein.