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Bolsterlang: Neuer Bürgermeister gewählt | BR24

© BR/Viktoria Wagensommer

Mit 93 Prozent der Stimmen haben die Bürger von Bolsterlang im Oberallgäu Rolf Walter zu ihrem neuen Bürgermeister gewählt. Nach den Reichsbürger-Vorwürfen gegen dessen Vorgängerin hoffen die Einwohner der Gemeinde nun auf Ruhe.

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Bolsterlang: Neuer Bürgermeister gewählt

Mit 93 Prozent der Stimmen haben die Bürger von Bolsterlang im Oberallgäu Rolf Walter zu ihrem neuen Bürgermeister gewählt. Nach den Reichsbürger-Vorwürfen gegen dessen Vorgängerin hoffen die Einwohner der Gemeinde nun auf Ruhe.

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Es ist ein eindeutiges Ergebnis für den neuen Bürgermeister und damit etwas, was sich viele Bürger in Bolsterlang im Oberallgäu gewünscht hatten. 93 Prozent der Bürger stimmten für Rolf Walter als neuen Bürgermeister der 1.000-Einwohner Gemeinde. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent.

Bürger wünschten sich klares Wahlergebnis

Vor der Wahl hatte es ein monatelanges Hin und Her wegen Walters Vorgängerin Monika Zeller gegeben. Ihr war vorgeworfen worden, der Reichsbürger-Bewegung nahezustehen. Viele Bürger hatten sich deshalb nun ein klares Wahlergebnis für Rolf Walter gewünscht – um diesem ein gutes Gefühl zu vermitteln und endlich wieder Ruhe in die Gemeinde zu bringen.

Neuer Bürgermeister positiv überrascht

Der 47-jährige Polizist aus Bolsterlang hatte keinen Gegenkandidaten. Walter zeigte sich positiv überrascht von dem Ergebnis. Er müsse allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen danken. "Wohlwissend, dass das ein Vertrauen ist, dass man erstmal bestätigen muss", so Walter.

Reichsbürger-Vorwürfe gegen Amtsvorgängerin Zeller

Die ehemalige Bürgermeisterin, Monika Zeller, war wegen der Reichsbürger-Vorwürfe vor knapp einem Jahr suspendiert worden. Schon damals hatte Walter die Amtsgeschäfte als zweiter Bürgermeister übernommen. Ende Januar war die Suspendierung Zellers aufgehoben worden.

Disziplinarverfahren gegen Zeller läuft

Wenige Tage nach ihrer Rückkehr ins Rathaus trat sie dann aber endgültig zurück. Der Druck wegen der noch immer im Raum stehenden Vorwürfe war zu groß geworden. Bei der Landesanwaltschaft läuft ein Disziplinarverfahren, weil Zeller in Behördenanträgen Angaben gemacht haben soll, die für die Reichsbürgerbewegung typisch sind. Außerdem soll sie den Vortrag eines selbsternannten Reichsbürgers in Gemeinderäumen nicht unterbunden haben.