Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Nach Randale auf Domplatz – Ermittlungen gegen elf Personen | BR24

© BR

Nach den Auseinandersetzungen auf dem Regensburger Domplatz, bei denen eine Gruppe Betrunkener am Montagabend Polizisten auch mit Pflastersteinen angegriffen hat, wird jetzt gegen elf Personen ermittelt.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nach Randale auf Domplatz – Ermittlungen gegen elf Personen

Nach Ausschreitungen auf dem Regensburger Domplatz am Montagabend ermittelt die Polizei gegen elf Personen. Ein 17-Jähriger wurde festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Auch Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer hat sich geäußert.

Per Mail sharen
Teilen

Nach den Auseinandersetzungen auf dem Regensburger Domplatz, bei denen eine Gruppe Betrunkener am Montagabend Polizisten auch mit Pflastersteinen angegriffen hat, wird jetzt gegen elf Personen ermittelt. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um fünf Deutsche und sechs Iraker im Alter von 16 bis 32 Jahren.

17-Jähriger vorläufig festgenommen

Ein 17 Jahre alter Iraker wurde zunächst vorläufig festgenommen. Die Vorwürfe: Verdacht des Landfriedensbruchs, Angriff auf Polizeibeamte und Beleidigung. Er wurde bereits am Dienstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auch Haftbefehl erließ. Der 17-Jährige wurde deshalb bereits in ein Gefängnis gebracht, so die Polizei. Ein 20-Jähriger war vorübergehend in Sicherheitsgewahrsam genommen worden, kam aber inzwischen wieder auf freien Fuß. Beim Versuch wegzulaufen, hatte der Mann am Montagabend einen geparkten Streifenwagen beschädigt.

Pflasterstein traf Polizist

Als Pflastersteine flogen, setzten die Beamten Pfefferspray ein, wodurch mehrere Personen leicht verletzt wurden. Sie konnten vor Ort behandelt werden. Bei dem Einsatz sei ein Polizist von einem Stein am Oberkörper getroffen worden, hieß es seitens der Polizei. Dank seiner Schutzweste sei er aber unverletzt geblieben.

Sachschaden geht in die Tausende

Laut Polizei wurden rund ein Dutzend Fahrzeuge beschädigt, darunter mehrere geparkte Privatautos sowie ein Roller und zwei Polizeiwagen. Der Sachschaden gehe in die Tausende. Im Rahmen der Ermittlungen werden jetzt auch Videoaufnahmen der kürzlich eingeführten Bodycams ausgewertet.

Bürgermeisterin zeigt sich schockiert über Vorfälle

Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) zeigte sich in einer Mitteilung schockiert über die Vorfälle. Gleichzeitig bat sie darum, das Handeln einiger weniger nicht zum Anlass zu nehmen, um gegen Ausländer zu hetzten. Das inakzeptable Verhalten Einzelner dürfe nicht in Zusammenhang gebracht werden mit den vielen unbescholtenen schutzsuchenden Flüchtlingen, die die Ausschreitungen von Montagabend selbst verurteilen, so Maltz-Schwarzfischer.