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Nach Plenks Austritt: Ende der AfD-Doppelspitze? | BR24

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Wie geht's mit der AfD nach dem Austritt von Fraktions-Chef Markus Plenk im Bayerischen Landtag weiter? Braucht die Fraktion einen neuen Co-Vorsitzenden? Wird die Doppelspitze beendet? Ohne Plenk diskutierte heute darüber der AfD-Fraktionsvorstand.

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Nach Plenks Austritt: Ende der AfD-Doppelspitze?

Wie geht es nach dem Austritt von Fraktions-Chef Markus Plenk in der AfD im Bayerischen Landtag weiter? Ist die Doppelspitze passé? Darüber diskutiert der Fraktionsvorstand. Plenk steht mittlerweile unter Polizeischutz. Es gab Todesdrohungen.

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Die vergangene Woche war für die bayerische AfD-Fraktion sehr turbulent. Zuerst scheiterte der vom rechtsnationalen Lager um Fraktionschefin Kathrin Ebner-Steiner angesetzte Ausschluss von Franz Bergmüller, dann trat am Freitag der gemäßigte Co-Fraktions-Chef Markus Plenk zurück. Ebner-Steiner gibt sich trotzdem gelassen:

"Wir haben heute jetzt erstmal eine Vorstandssitzung und später eine Fraktionsversammlung und dort werden wir alles ganz basisdemokratisch diskutieren und dann kann ich ihnen vielleicht heute Nachmittag mehr dazu sagen." AfD-Fraktionschefin Kathrin Ebner-Steiner

Ob die AfD-Fraktion jetzt einen Ersatz für Markus Plenk sucht – oder man die Geschäftsordnung so ändert, dass Ebner-Steiner alleinige Fraktions-Chefin wird – darüber beraten ab 13 Uhr die verbliebenen 20 AfD-Mitglieder bei ihrer Fraktionsversammlung.

Polizeischutz für Plenk nach Todesdrohungen

Markus Plenk hat heute der AfD-Fraktion ein Rücktrittsschreiben überreicht und seine AfD-Parteiaustritts-Erklärung per Post nach Berlin geschickt. Auch das Landtagspräsidium weiß jetzt offiziell vom Austritt aus der Fraktion. Als finalen Grund dafür nennt Plenk, dass die AfD-Fraktion zwei Mitarbeiter mit Neonazi-Vergangenheit beschäftigt habe.

Plenk selbst steht jetzt unter Polizeischutz.

"Man kriegt jede Menge Emails oder auch Äußerungen in den sozialen Medien, die eben ganz klar zum Ausdruck bringen, dass man mir den Tod wünscht. Es ist von der Polizei auch erstaunlich schnell reagiert worden. Ich wurde da nicht selbst aktiv. Die waren da sehr schnell zur Stelle und haben sich eingeschaltet um eben Schlimmstes zu verhindern." Markus Plenk

Wie sein Polizeischutz genau organisiert ist, wollte Plenk nicht sagen. Die Reaktionen seien aber schon sehr befremdlich.

Von
  • Arne Wilsdorff
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