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Nach Missbrauch: Augsburg will Schulen umzäunen | BR24

© pa/dpa/Stefan Puchner

Blick auf den Eingang der Wittelsbacher-Grundschule in Augsburg

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    Nach Missbrauch: Augsburg will Schulen umzäunen

    Der Fall hatte viele Eltern schockiert: Im Oktober hatte ein Mann ein neunjähriges Mädchen in einer Augsburger Schule sexuell missbraucht. Die Stadt will Schulen nun stärker sichern. Der mutmaßliche Täter soll psychiatrisch begutachtet werden.

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    Der mutmaßliche Täter konnte zwar schnell gefasst werden, doch der Fall hat in Augsburg für Aufsehen gesorgt. Im Oktober war ein Mann mittags in eine Augsburger Grundschule gegangen, hatte laut den Ermittlern ein neunjähriges Mädchen auf die Toilette gelockt und das Kind sexuell missbraucht. Eine Mitschülerin hatte die Schreie des Mädchens gehört und einen Lehrer alarmiert. Der mutmaßliche Täter konnte so noch in der Schule festgenommen werden.

    Wird der mutmaßliche Täter in der Psychiatrie untergebracht?

    Jetzt soll der 21 Jahre alte Verdächtige psychiatrisch begutachtet werden. Das sagte Helmut Linck, der Anwalt des Mannes, auf Anfrage des BR. Es geht dabei darum, ob für den mutmaßlichen Täter die einstweilige Unterbringung in der Psychiatrie angebracht wäre.

    Anwalt hält Mandanten nicht für voll schuldfähig

    Dem Anwalt zufolge hat der 21-Jährige erhebliche Drogenprobleme, war längere Zeit obdachlos und wurde bereits durch einen Vormund betreut. Sein Mandant sei lange Zeit "durch die sozialen Netze gefallen," so Linck. Er geht "derzeit nicht von einer vollen Schuldfähigkeit" des Mannes aus, so der Rechtsanwalt weiter. Der 21-Jährige ist polnischer Staatsangehöriger, laut seinem Anwalt aber in Deutschland geboren. Derzeit sitzt er in der JVA Gablingen in Untersuchungshaft.

    Schulen in Augsburg sollen Zäune bekommen

    Die Stadt ergreift unterdessen die ersten Maßnahmen, um die Schulen in Augsburg sicherer zu machen. Schulen, die keinen abgeschlossenen Pausenhof haben, sollen demnach einen Zaun bekommen. Dies gilt vor allem für ältere Gebäude wie das der Bleriot-Schule und des Diesel Gymnasiums.

    Mit den Zäunen soll das Gelände für Schulfremde unzugänglich werden. Trotz der Planungen der Stadt bleiben die Schulen selbst für die Sicherheit und die entsprechenden Maßnahmen verantwortlich.