Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Nach Meridian-Panne: BOB zahlt, SPD fordert Konsequenzen | BR24

© BR

Nach der Panne bei einem Meridian-Zug am Sonntagabend verspricht der Geschäftsführer Fabian Amini den betroffenen Fahrgästen eine Entschädigung.

9
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Meridian-Panne: BOB zahlt, SPD fordert Konsequenzen

Die rund 600 Fahrgäste, die stundenlang bei Bad Endorf in einem defekten Meridian-Zug ausharren mussten, bekommen eine Extra-Entschädigung von der BOB. Die Landtags-SPD fordert angesichts der sich häufenden Pannen Konsequenzen für den Betreiber.

9
Per Mail sharen
Teilen

Die 600 Fahrgäste, die am Sonntagabend mehr als vier Stunden in einem liegengebliebenen Meridian-Zug zwischen Bad Endorf und Rosenheim ausharren mussten, bekommen eine zusätzliche Entschädigung. Die Bayerische Oberlandbahn (BOB), die den Meridian betreibt, wolle sich damit entschuldigen, so eine Sprecherin.

Auf Twitter und Facebook hagelt es Kritik

Nach ihren Worten erhalten die Fahrgäste einen Pauschalbetrag zuzüglich der bei der BOB üblichen Kundengarantien. Absolute Zahlen wollte die Sprecherin nicht nennen. Die betroffenen Fahrgäste sollen sich wegen der Auszahlung an den Kundenservice des Meridian wenden. Auf Twitter und Facebook reagieren viele empört auf den Vorfall.

Durchsagen nur im vorderen Zugteil zu hören

Schuld an dem Zugdefekt war laut BOB ein Ausfall der Fahrzeugsteuerung an einem Flirt-Triebzug. Durchsagen des Fahrzeugführers waren zudem nur im vorderen Zugteil zu hören. Die Fahrgäste wurden somit erst informiert, als der Notfallmanager eintraf. Eigentlich hätte der defekte Zug am Abend abgeschleppt werden sollen, was aber nicht gelang. Somit war laut BOB das Aussteigen der 600 Fahrgäste unumgänglich. Dies sei gegen 20.45 Uhr geschehen.

Ein aus Salzburg kommender Zug habe rund die Hälfte der Fahrgäste aufgenommen. Die restlichen Fahrgäste seien mit dem Abschleppzug nach Rosenheim gebracht worden. Die Bahnstrecke zwischen Bad Endorf und Rosenheim war für mehrere Stunden einseitig gesperrt. Stattdessen fuhren Busse.

SPD-Mann von Brunn: Vergabe an BOB überdenken

Nach dem Ausfall des Meridian-Zuges fordert der Münchner Landtagsabgeordnete Florian von Brunn (SPD) Konsequenzen für den Betreiber. Die CSU-Verkehrsminister in Bund und Land müssten Sofortmaßnahmen ergreifen, um derartige Probleme bei den privaten Betreibern in den Griff zu bekommen. Angesichts der Zugausfälle und der völligen Überforderung bei Situationen wie am Sonntagabend muss man laut von Brunn darüber nachdenken, solchen Unternehmen in Zukunft nicht mehr den Zuschlag zu geben.

"Wenn die Betreiber unter öffentlichem Verkehr offenbar schlecht gewartete Schrottzüge verstehen, in denen Menschen stundenlang an einem heißen Sommertag im Stich gelassen werden, muss der CSU-Minister handeln", fordert von Brunn in einer Pressemitteilung.

© BR

Kreisbrandrat Richard Schrank berichtet dem BR vom gestrigen Einsatz an einem liegengebliebenen Meridian in der Nähe von Bad Endorf.