Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Wut in sozialen Netzwerken über Meridian-Chaos | BR24

© Andreas Gebert/dpa

Nach der Panne eines Meridian-Zugs in Oberbayern äußerten sich auf Twitter viele Passagiere wütend zu den Strapazen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Wut in sozialen Netzwerken über Meridian-Chaos

Wegen einer Panne musste am Sonntag ein voller Meridian evakuiert werden - viele Passagiere konnten erst nachts in einen anderen Zug umsteigen. Auf Twitter und Facebook reagieren viele nun empört auf den Vorfall.

Per Mail sharen

Abgeschlossene Toiletten, stundenlanges Warten und kaum Informationen: Für fast 600 Passagiere wurde die Fahrt mit einem Meridian am Sonntagabend zur Tortur. Der Zug war auf dem Weg von Salzburg nach München, als es bei Krottenmühl im Landkreis Rosenheim zu einer Panne kam.

Wütende Kommentare in den sozialen Netzwerken

Weil es nicht gelang den Zug abzuschleppen, mussten die Fahrgäste stundenlang in den Waggons ausharren, bis dieser evakuiert werden konnte. Viele äußerten sich später auf Twitter und Facebook wütend über die Strapazen. Für solche Vorfälle müsse es ein Notfallkonzept geben, meint Nutzer Edmund Lauterbach. Auch der Politik dürfe dies nicht egal sein. Ein anderer reagiert mit Ironie: "Vielleicht sollte Pro-Bahn Selbstevakuierungskurse für Fahrgäste anbieten."

Die Fahrt sei "absolut kacke" gewesen, äußert sich Twitter-Nutzer Ferdinand Ebner. "Totales Missmanagement", meint ein anderer. Doch einen Lichtblick habe es gegeben, wie viele Passagiere positiv hervorheben. Eine Zugbegleiterin der Deutschen Bahn soll zahlreiche Fahrgäste beruhigt und die Situation entschärft haben. "Die Zugbegleiterin bitte als Eisenbahnerin des Jahres nominieren", tweetete ein Nutzer dazu. Ein anderer nennt sie "die Eisenbahnerin mit Herz".

Auf Facebook meldeten sich ebenfalls wütende Passagiere zu Wort: "Das war echt eine Katastrophe", schreibt etwa Brigitte Engerl. Zudem konnten die Fahrgäste während der Panne auch nicht aussteigen.

"Wir durften nicht raus und wurden auch nicht rausgelassen. Erst als die Feuerwehr kam (nach fast vier Stunden) konnten dann alle raus bzw. ein paar haben es vorher nach fast drei Stunden in einen anderen Zug geschafft", Anastasia Appel auf Facebook.

Entschädigung für Passagiere geplant

Die Bayerische Oberlandbahn, kurz BOB, zu der die Zugmarke Meridian gehört, will die 600 Fahrgäste jedoch entschädigen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Unabhängig von Ansprüchen aus Fahrgastrechten und Kundengarantien solle es eine gesonderte Entschädigung geben. Die betroffenen Passagiere bekommen einen Pauschalbetrag zuzüglich der freiwilligen Kundengarantien, sagte eine Sprecherin. Die betroffenen Fahrgäste sollen sich wegen der Auszahlung an den Kundenservice des Meridian wenden.

Ursache für Panne war technische Störung

Schuld an dem Zugdefekt war laut BOB ein Ausfall der Fahrzeugsteuerung an einem Flirt-Triebzug. Durchsagen des Fahrzeugführers waren zudem nur im vorderen Zugteil zu hören. Die Fahrgäste wurden somit erst informiert, als der Notfallmanager vor Ort eintraf. Die Evakuierung war gegen 22:35 Uhr abgeschlossen, sodass viele Passagiere erst nachts die Weiterfahrt antreten konnten.

© Privat / Benjamin Hahn

Passagiere im Ersatzzug nach Panne des Meridians