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Nach Coronazahlen-Panne: Für Nürnberger gilt 15-Km-Regel | BR24

© dpa-Bildfunk, Frank Röth

Eine Impfung wird vorbereitet

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    Nach Coronazahlen-Panne: Für Nürnberger gilt 15-Km-Regel

    Tagelang hatte der 7-Tage-Inzidenzwert in Nürnberg scheinbar unter 200 gelegen: Doch die Zahlen waren falsch. Schuld waren Softwareprobleme. Nun wurden die Infektionszahlen nachgemeldet. Nürnberg liegt bei 274 und die 15-Km-Regel tritt in Kraft.

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    Von
    • Nora Kaltenbeck
    • Simone Schülein
    • Inga Pflug

    Die Stadt Nürnberg hat beim 7-Tage-Inzidenzwert bei Corona-Infektionen wieder die 200er-Marke überschritten. Das RKI meldet heute 274 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

    Die vergangenen Tage hatte der Inzidenzwert in Nürnberg aufgrund eines Software-Problems beim Meldeverfahren unter 200 gelegen. Der jetzige Anstieg erklärt sich dadurch, dass das RKI nun nachgemeldete Infektionszahlen aus Nürnberg erfasst hat.

    Nürnberg wieder über 200 - 15-Kilometer-Regel gilt

    Nürnberg gilt damit wieder als Hotspot, teilt die Stadt mit. Demnach sind touristische Ausflüge für Nürnbergerinnen und Nürnberger über einen Umkreis von 15 Kilometer über die Stadtgrenze hinaus nun untersagt. Diese Ausflüge zu touristischen Zwecken umfassen auch Ausflüge um Sport zu treiben, zu wandern, spazieren zu gehen oder ähnliches.

    Wenn triftige Gründe vorliegen – wie etwa die Fahrt zur Arbeit, Arzt- oder Tierarztbesuche, Besuche bei Lebenspartnern, Einkauf, Behördengänge oder das Begleiten von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen – ist das Verlassen des 15-Kilometer-Radius erlaubt.

    Polizei kontrolliert "mit Augenmaß"

    Die Polizei wolle die Einhaltung mit Augenmaß kontrollieren, so Elke Schönwald, Pressesprecherin der Polizei Mittelfranken. Verstärkte Kontrollen seien nicht geplant: Kontrolliert werde weiter vor allem dort, wo Menschenansammlungen entstehen - etwa an beliebten touristischen Zielen – oder wenn die Polizei gerufen werde, so Schönwald.

    Ziel sei es, gemeinsam mit der Bevölkerung dafür zu sorgen, dass das Infektionsgeschehen eingedämmt werde und der Inzidenzwert wieder sinke. Die Polizei appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, keine Ausflugsfahrten zu unternehmen und sich an die 15-Kilometer-Regel zu halten.

    Besteht Softwareproblem weiter?

    Ob das Problem bei der Zahlenübermittlung vollständig behoben ist und damit zukünftige Verzerrungen beim 7-Tage-Inzidenzwert ausgeschlossen sind, konnte bisher nicht ermittelt werden. Neben Nürnberg sind auch andere Kommunen und Landkreise betroffen.

    Das Problem liegt nach Angaben der Stadt Nürnberg bei der Datenweitergabe an einer Schnittstelle zwischen dem seit Januar 2021 verpflichtenden Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS), an das Labore ihre positiven Befunde digital melden müssen und der Meldesoftware Äskulab, die von den Kommunen genutzt wird.

    Konkret heißt das, die Daten würden aktuell nur teilweise und nicht fehlerfrei übermittelt. Seit dem Wechsel auf DEMIS im Januar kämen "unterdurchschnittlich wenige Befunde über die neue Schnittstelle bei den Gesundheitsämtern an." Eine neue Äskulab-Version sei nun für Ende dieser Woche anvisiert. Eine manuelle Meldung an das LGL sei nicht möglich.

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