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Nach Kulturetat-Kürzung: Bamberger Künstler wehren sich | BR24

© BR/Schindhelm

Protest gegen Kürzungen im Kulturbereich in Bamberg.

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    Nach Kulturetat-Kürzung: Bamberger Künstler wehren sich

    Die Kulturszene in Bamberg reagiert auf die angekündigte Kürzung von Fördermitteln durch die Stadt. In einem Offenen Brief beklagen die Künstler unter anderem, dass der Sparkurs die Politik des Freistaates konterkariere.

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    Bamberger Künstler und Kulturschaffende wehren sich gegen die geplanten Kürzungen des Kulturetats. Ihre Forderungen haben sie in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und die Mitglieder des Stadtrats geschrieben.

    Forderung von Künstlern: Bamberg muss Schulden aufnehmen

    In dem Brief wird unter anderem gefordert, dass es keine Kürzungen der städtischen Fördermittel geben dürfe. Die Stadt solle auf Rücklagen zurückgreifen oder Schulden aufnehmen. Außerdem fordern die Unterzeichner einen Masterplan, wie die Förderung der freien Kulturszene "nachhaltig verbessert" werden kann.

    Kulturszene: Das Land fördert, die Stadt spart

    Zudem behaupten die Unterzeichner des Briefes, dass der Sparkurs im Kulturetat die Politik von Bund und Freistaat konterkariere. Diese versuche schließlich, die Kulturschaffenden dabei zu unterstützen, die Krise zu überbrücken. Für diese Vorhaben werde ganz bewusst Neuverschuldung in Kauf genommen. Die Bemühungen der Landespolitik würden in Bamberg durch einen strikten Sparkurs ad absurdum geführt, heißt es weiter.

    2,5 % weniger Geld für städtische Einrichtungen

    Von der Stadt subventionierte Einrichtungen wie die Musikschule, die Volkshochschule oder das E.T.A.-Hoffmann-Theater sollen im nächsten Jahr 2,5 Prozent weniger Geld erhalten. Hintergrund seien leere Kassen bei der Stadt Bamberg. Im Verwaltungshaushalt fehlen 45 Millionen Euro.

    Am Mittwoch wird der Stadtrat über eine entsprechende Streichliste zur Haushaltskonsolidierung abstimmen. In der Beschlussvorlage stehen auch die Reduzierung der Außenstellen der Stadtbücherei, die Anhebung der Grundsteuer, der Hundesteuer und anderer Verwaltungskosten und Gebühren.

    © picture alliance / dpa /David Ebener

    Auch das das E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg wird künftig weniger Geld erhalten.

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