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Nach Kraftwerksbrand in Nürnberg: Notlösung beendet | BR24

© BR/Susanne Nüsslein

Am Großkraftwerk Franken wurde eine Fünf-Megawatt-Heizanlage angeschlossen. Damit ist die Fernwärme-Versorgung nach dem Großbrand gesichert.

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    Nach Kraftwerksbrand in Nürnberg: Notlösung beendet

    Zehn Tage nach dem Brand im Nürnberger Großkraftwerk Franken ist die Versorgung mit Fernwärme wieder gesichert. Nun wurde eine Fünf-Megawatt-Heizanlage in Betrieb genommen. Sie löst die kleinen Heizanlagen ab, die übergangsweise zum Einsatz kamen.

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    Von
    • Martin Hähnlein
    • Karin Goeckel

    Der Brand im Großkraftwerk Franken in Nürnberg-Gebersdorf hatte am Montag vor einer Woche die Fernwärme-Versorgung für die betroffenen Stadtteile Gebersdorf und Röthenbach unterbrochen. Zwar waren die 15.000 Menschen nie ganz ohne Heizung, mussten aber zeitweise die Temperatur an ihren Anlagen drosseln. Auch heißes Wasser gab es nicht überall. Schneller als erwartet konnte nun eine Fünf-Megawatt-Heizanlage in Betrieb genommen werden, teilte der Energieversorgung N-Ergie mit. Damit sei die Übergangsversorgung abgeschlossen.

    Installation der Heizanlage in Tagen statt in Wochen

    Normalerweise dauere es mehrere Wochen, um eine solche große mobile Heizanlage anzuschließen, betonte der Versorger. "Die vergangene Woche hat deutlich gezeigt, dass wir auch unter widrigsten Umständen unseren Auftrag erfüllen" sagte N-Ergie-Vorstandschef Josef Hasler. In den kommenden Tagen sollen die kleineren mobilen Heizanlagen wieder abgebaut werden, die die Wärmeversorgung übergangsweise sicherstellten. Bei der Notfallversorgung war die N-Ergie auf die Hilfe anderer Versorger angewiesen. Die kleinen Heizanlagen kamen aus anderen Teilen Deutschlands. Die Fünf-Megawatt-Anlage, die nun die Fernwärmeversorgung sicherstellt, wurde vom Stromerzeuger Steag aus Essen zur Verfügung gestellt.

    Technischer Defekt war wohl Ursache für den Kraftwerksbrand

    Ein Großbrand hatte am Montag vergangener Woche (08.02.21) einen großen Schaden im vom Konzern Uniper betriebenen Kraftwerk in Gebersdorf angerichtet. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst. Die Stadt Nürnberg hatte daraufhin den Katastrophenfall ausgerufen, um den 15.000 betroffenen Menschen helfen zu können.

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