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Nach Kampagne: Es geht aufwärts für Südzucker und Landwirte | BR24

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Mit den Lademäusen werden die Zuckerrüben über ein Förderband auf einen Lkw transportiert. Diese bringen sie nach Plattling ins Südzucker Werk.

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    Nach Kampagne: Es geht aufwärts für Südzucker und Landwirte

    Nach konjunkturell schwierigen Jahren geht es für die Rübenbauern und die Firma Südzucker in Plattling wieder aufwärts. Im Zuge der Rübenkampagne konnte jeder Landwirt durchschnittlich 88,5 Tonnen Rüben ernten.

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    Für die Firma Südzucker in Plattling (Lkr. Deggendorf) war die diesjährige Rübenkampagne, die nach 132 Tagen am Montagmorgen beendet worden war, sehr erfolgreich. Das hat Benjamin Kirchberger, Leiter der Südzucker Rohstoffabteilung, dem BR mitgeteilt. Die Kampagne sei Dank des guten Wetters ohne Störungen verlaufen.

    Jeder Landwirt erntete durchschnittlich 88,5 Tonnen Zuckerrüben

    Seit Anfang September lief die Zuckerrübenernte in Ostbayern. Erst werden die Rüben mit einem Rübenroder aus dem Boden geholt, gesäubert und auf einem Haufen gesammelt. Mit den sogenannten Lademäusen werden die Zuckerrüben über ein Förderband auf einen Lkw transportiert. Diese bringen die Zuckerrüben dann nach Plattling ins Südzucker Werk.

    Durchschnittlich konnte jeder Landwirt 88,5 Tonnen Rüben ernten. Ein guter Wert, wie Kirchberger sagt. Mit einem Zuckergehalt von 16,8 Prozent liege man aber etwa ein Prozent unter dem angestrebten Wert von rund 18 Prozent. „Unser Ziel ist es, einen hohen Zuckergehalt in den Rüben zu erreichen“, sagte Kirchberger dem BR. Der Grund für den geringen Zuckergehalt sind etwa braune Bestände und eine Blattkrankheit.

    Weltmarktpreise stabilisieren sich

    Im kommenden Jahr will Südzucker gemeinsam mit den Bauern daran arbeiten, den prozentualen Zuckergehalt in den Rüben wieder zu steigern. Als Beispiel dafür nennt Kirchberger den Anbau von widerstandsfähigeren Rübensorten.

    Für Südzucker und die Rübenbauern werde es in Zukunft wieder aufwärts gehen, prognostiziert der Leiter der Rohstoffabteilung: „Die Weltmarktpreise stabilisieren sich. Das ist eine gute Botschaft.“ In der Vergangenheit hatten Südzucker und die Bauern mit niedrigen Preisen zu kämpfen, da es auf dem Weltmarkt große Überschüsse gab. Die Rübenbauern mussten sich mit geringerem Einkommen abfinden und Südzucker erzielte beim Verkauf nur niedrige Preise. Bei der diesjährigen Rübenkampagne erhalten die Landwirte 320 Euro je Tonne Zuckerrüben.